Baseball-Bundesliga

Bonn Capitals spielen gegen Heidenheim um die Meisterschaft

Die Bonn Capitals schwören sich auf das große Ziel Deutsche Meisterschaft ein.

Die Bonn Capitals schwören sich auf das große Ziel Deutsche Meisterschaft ein.

Bonn. Erstmals nach 18 Jahren stehen die Bonn Capitals wieder in einem Finale um die Deutsche Meisterschaft. Gegner sind ab dem Wochenende die Heidenheim Heideköpfe.

Seit 1999 wartet BaseballBundesligist Bonn Capitals auf diese Chance. Am Samstag und Sonntag startet für die Mannschaft von Spielertrainer Bradley Roper-Hubbert die Finalserie um den Titel des deutschen Baseballmeisters. Zuletzt standen die Capitals 1999 im Endspiel. Für die 20 Spieler und den Trainer sind die Partien gegen den zweimaligen Meister Heidenheim Heideköpfe also eine Premiere. Jeweils ab 14 Uhr – auch im Livestream unter baseball-bundesliga.de – beginnen die ersten beiden Duelle in der „Best-of-five“-Serie zunächst in Heidenheim.

Im Training unter der Woche lief bei den Capitals alles wie gewohnt. Von einer besonderen Anspannung war wenig zu spüren. Schlag-, Wurf-, Feldverteidigungs- und Pitchingtraining absolvierten die Spieler wie immer mit vollem Einsatz. Mit Markus Solbach steht ein sehr erfahrener und in den USA gereifter Spieler wieder in den Reihen der Capitals, der noch einige Tipps für die Kollegen im Köcher hat. Spielertrainer Roper-Hubbert legt viel Wert darauf, die Abläufe immer und immer wieder zu üben. Und vermehrt an der Ausnutzung der Chancen zu arbeiten. „Wir müssen es schaffen, die Gelegenheiten zu verwerten, die wir in den letzten Spielen immer wieder kurz vor dem Ziel liegen gelassen haben“, sagt der Spielertrainer. Gegen die zuletzt bärenstarken Heidenheimer werden die Capitals nicht allzu viele Chancen bekommen.

Die Heideköpfe waren zuletzt 2015 Meister und standen insgesamt schon viermal im Endspiel. Die große Stärke der Schwaben liegt in der Offensive. Herausragend spielt vor allem Gary Owens, der in dieser Saison schon 15 Homeruns geschlagen hat. In rund 40 Prozent der Fälle landet Owens einen erfolgreichen Hit. Mit Mitch Nilsson, Simon Gühring, Philipp Schulz und Sascha Lutz verfügt Heidenheim über eine Reihe weiterer Spieler mit ebenfalls sehr gutem Schlagdurchschnitt. Gefordert sind also besonders die Bonner Pitcher Sascha Koch, Markus Solbach, Maurice Wilhelm und Max Schmitz, die ihre besten Würfe zeigen müssen, um zu bestehen. Ebenso wachsam sollte die Feldverteidigung der Capitals agieren.

Beim Pitching, da sind sich die Experten einig, haben die Capitals gegenüber Heidenheim die Nase vorn. Dennoch sind auch Clayton Freimuth oder Justin Erasmus sehr gute Werfer. Heißt für die Capitals: Im Vergleich zu den Halbfinalspielen in der Offensive zulegen. Verstecken muss sich die Bonner Offensivabteilung allerdings auch nicht. Mit Chris Goebel, Roper-Hubbert, Daniel Lamb-Hunt, Eric Brenk oder Maurice Wilhelm, der bislang neun Homeruns geschlagen hat, stehen schlagstarke Spieler am Schlagmal, denen ab und zu das Glück im Halbfinale gefehlt hat. Dort spielte zudem Adrian Stommel groß auf und zeigte, dass er rechtzeitig zum Saisonhöhepunkt in Bestform ist. Alle Spieler im 20er-Kader der Capitals sind laut Roper-Hubbert bestens vorbereitet.

Gelingt den Capitals in Heidenheim eine Siegteilung, wäre das bereits ein großer Schritt zum großen Ziel, dem erstmaligen Gewinn der deutschen Meisterschaft. „Keiner von uns, mich eingeschlossen, hat jemals in einem Finale gestanden. Das zu erleben, ist natürlich großartig. Aber noch sind wir nicht da, wo wir hinwollen“, sagt Roper-Hubbert.