Baseball-Bundesliga Bonn Capitals sind wieder in der Spur

Bonn. Nach der ersten Saisonniederlage am Samstag haben die Bonn Capitals am Sonntag die Halbfinal-Playoff-Serie in der Baseball-Bundesliga gegen Regensburg wieder ausgeglichen. Am kommenden Wochenende geht es in Bonn um den Finaleinzug.

Nach 40 Siegen in 40 Spielen währen der Normalrunde und der Playoff-Qualifikation hat es die Bonn Capitals gleich im ersten Halbfinalmatch um die deutsche Baseball-Meisterschaft erwischt . Mit 1:6 musste sich die Mannschaft von Spielertrainer Bradley Roper-Hubbert in Regensburg geschlagen geben. Dabei blieben alle Akteure des Nordmeisters unter ihren Möglichkeiten. Am Sonntag im zweiten von maximal fünf Spielen der Serie zeigten sich die Capitals beim 9:3-Sieg wieder von ihrer besten Seite. Von Beginn an traten die Bonner ganz anders auf, zeigten sich in der Offensive mit der nötigen Aggressivität, hatten eine starken Markus Solbach auf dem Mound und standen in der Defensive sicher. Damit finden am nächsten Wochenende in Bonn mindestens zwei weitere Spiele in der Best-of-Five-Serie statt.

War es die aufgeheizte Atmosphäre im Stadion in Regensburg, war es die Nervosität, oder war es einfach nur ein schlechter Tag? So recht konnte sich niemand aus der Mannschaft erklären, warum es bei Bonns bislang so souveränen Pitcher Sascha Koch nicht lief. Jedenfalls fand der 20-Jährige nicht ins Spiel und musste gleich drei Runs in den ersten beiden Innings hinnehmen. Noch kein Beinbruch, denn die Capitals glichen schnell zum 1:1 durch Daniel Lamb-Hunt aus. Und ein 1:3 Rückstand ist im Baseball jederzeit aufholbar.

Führung auf 8:1 ausgebaut

Nicht aber an diesem Samstag. Bonns Pitcher kassierte im vierten Inning zwei weitere Runs zum 1:5. Hinzu kam, dass die Offensive keine Einstellung zu Regensburgs routiniertem Pitcher Mike Bolsenbroek fand. Koch ging schon zu Beginn dieses Innings vom Mound, Maurice Wilhelm übernahm und stand wesentlich sicherer. Wilhelm musste nur noch einen Run in 6. Inning hinnehmen. Den Rückstand aber konnten die Capitals nicht mehr aufholen. Die Offensive blieb bei drei Hits hängen.

„In Spiel zwei muss da ein anderes Team auf dem Platz stehen“, forderte Bonns Vorsitzender Udo Schmitz, der zusammen mit zahlreichen Bonner Fans nach Regensburg gereist war. Und von Beginn an zeigten die Capitals eine andere Körpersprache. Schon den ersten Wurf drosch Eric Brenk zu einem Double ins Centerfield, stahl kurz darauf das dritte Base und punktete nach Schlag von Adrian Stommel zum 1:0. In nahezu allen Innings brachten die Capitals ihren Schlagmann aufs Base, hatten also immer die Chance zu punkten. Im zweiten Inning nutzten die Capitals diesen Vorteil zu gleich vier Runs. Nach Schlag von Danny Lankhorst erzielten Maurice Wilhelm und Vincent Ahrens die Runs zum 3:0. Nach einem weiteren Schlag von Brenk liefen Lankhorst und Kevin van Meensel zum 5:0 über die Homeplate. Bis ins vierte Inning hatten die Capitals ihre Führung auf 8:1 ausgebaut.

Defensive stand sicher

Auch die Defensive stand sicher. Pitcher Markus Solbach hatte die Legionäre fest im Griff. Die Bonner Offensive, bei der fast jedem Spieler mindestens ein Hit gelang, traf dieses Mal mit ihren Schlägen genau die Lücken. Hinzu kam, dass es dieses Mal Regensburgs Pitcher William Greenfield war, der keinen Zugriff bekam. Also umgekehrte Vorzeichen, die letztlich zum sicheren 9:3 führten.

Damit kommt es am kommenden Wochenende in Bonn zu mindestens zwei weiteren Spielen. Spiel drei beginnt am Samstag um 14 Uhr. Das vierte Spiel am Sonntag startet um 12 Uhr. Ein fünftes Spiel würde gegen 15.30 Uhr beginnen. Im zweiten Halbfinale setzte sich Meister Heidenheim mit 9:8 und 11:0 gegen Solingen durch.

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