Baseball-Bundesliga

Bonn Capitals in der Playoff-Qualifikation weiter ungeschlagen

Überragender Spieler auf Bonner Seite war Sascha Koch: 14 Strikeouts gelangen dem Bonner Pitcher.

Überragender Spieler auf Bonner Seite war Sascha Koch: 14 Strikeouts gelangen dem Bonner Pitcher.

Bonn. Bonner Bundesliga-Baseballer gewinnen beim Tabellenzweiten mit 3:1 und 6:1 und bauen ihre Serie in der Saison auf 34:0-Siege aus. Sascha Koch spielt wieder einmal überragend.

Baseball-Bundesligist Bonn Capitals bleibt nach makelloser Normalrunde auch in der Playoff-Qualifikation um die deutsche Meisterschaft weiter ungeschlagen. Bei den Paderborn Untouchables gewann die Mannschaft von Spielertrainer Bradley Roper-Hubbert mit 3:1 und 6:1, wurde aber in beiden Spielen gefordert. Im ersten Spiel mussten die Caps einem Rückstand hinterherlaufen. Im zweiten Duell machten die Gäste den Sieg erst im achten Inning klar. Die Bilanz für die Caps steht nun bei beeindruckenden 34:0 Siegen.

Die Untouchables als Tabellenzweiter und auf der Jagd nach dem zweiten Halbfinalplatz machten es den Capitals von Beginn an schwer. Dass sich die Hausherren viel vorgenommen hatten, zeigten die Ostwestfalen von Anfang an. Die Bonner Offensive bekam zunächst nur wenige Chancen. Daniel Thieben und Matt Kemp auf dem Paderborner Wurfhügel mussten nur zwei Hits der Bonner im ganzen Spiel hinnehmen. Doch auch die Bonner Defensive zeigte sich einmal mehr von ihrer besten Seite. Denn auch Paderborn gelangen im ganzen Spiel nur drei Hits.

Überragend auf Bonner Seite spielte wieder einmal Sascha Koch. 14 Strikeouts warf der Nationalspieler in acht Innings. Allerdings musste Koch bereits im zweiten Inning nach einem Walk und zwei Hits das 0:1 der Untouchables hinnehmen. Danach machte Bonns Pitcher allerdings die Schotten dicht. Die Bonner Offensive kam zwar mit ihren Schlägen nicht durch, wartete dafür aber geduldig auf Fehler. Die produzierte Paderborn in Form von Walks und ungenauen Würfen des Pitchers. All dies führte schließlich zum 1:1 durch Roper-Hubbert in vierten Inning.

Ein ähnliches Bild ergab sich im fünften Inning: zwei Bonner auf den Bases, aber kein eigener Schlag. Der erste Hit der Bonner im Spiel durch Kevin van Meensel führte dann zum 2:1 durch Lennart Weller. Der zweite und schon letzte Hit, ein Double von Eric Brenk, brachte das 3:1 durch van Meensel.

Im zweiten Spiel ging in der Offensive mehr. Beide Kontrahenten schlugen je sieben Hits. Die Capitals gingen im vierten Inning mit 1:0 in Führung nach einem Double von Chris Goebel und einem Schlag von Lennart Weller, der Goebel nach Hause brachte. Doch Paderborn blieb dran. Im sechsten Inning erzielten die Hausherren den Ausgleich. Und es war sogar mehr drin für die Gastgeber. Doch da zeigten sowohl die Bonner Feldverteidigung als auch Pitcher Markus Solbach ihre Nervenstärke. Denn es folgten drei Aus gegen Paderborn. Es blieb also beim 1:1.

Im achten Inning bekamen die Capitals ihre Chancen. Und die nutzten sie konsequent. In Summe war es eine Mischung aus Fehlern der Defensive, nachlassenden Pitcherleistungen und erfolgreichen Schlägen der Bonner, die schließlich zum 5:1 führten. Im neunten Inning folgte sogar noch das 6:1.

Gejubelt wurde über den Doppelsieg nicht nur in den Reihen der Capitals, sondern auch in Solingen. Denn die Alligators sind durch die Bonner Schützenhilfe und zwei eigenen knappen Siegen gegen Dohren nun bis auf einen Sieg an Paderborn herangerückt. Am nächsten Wochenende spielen die Kontrahenten um Platz zwei gegeneinander. Bonn trifft am kommenden Sonntag zu Hause im Stadion Rheinaue auf die Dohren Wildfarmers.