Playoffs um die Meisterschaft

Bonn Capitals hoffen auf erneutes Finale in Baseball-Bundesliga

Am Sensationssieg gegen Kuba beteiligt: Nationalspieler Eric Brenk von den Bonn Capitals.

Am Sensationssieg gegen Kuba beteiligt: Nationalspieler Eric Brenk von den Bonn Capitals.

Bonn. In der Playoff-Qualifikation um die deutsche Meisterschaft treten die Bonn Capitals am Samstag in Dohren an. Fünf Bonner waren in der Bundesligapause mit dem Baseball-Nationalteam unterwegs und unterstrichen dabei ihre überragende Form.

Das Gros der Spieler des Baseball-Bundesligisten Bonn Capitals konnte vier Wochen ausspannen – mehr oder weniger. Keine Spiele, nur Training. Und das in gut verträglichen Dosen. Damit ist jetzt Schluss, denn am Samstag trifft der ungeschlagene Nordmeister in der Playoff-Qualifikation wie schon am letzten regulären Spieltag erneut auf die Dohren Wild Farmers. Und die Caps wollen weiter siegen, an die bislang überragenden Leistungen der Normalrunde anknüpfen.

Allerdings konnten nicht alle Bonner Spieler die Beine hochlegen. Fünf Akteure spielten für die deutsche Nationalmannschaft bei der topbesetzten Baseballwoche im niederländischen Haarlem, wo Eric Brenk, Vincent Ahrens und Markus Solbach wichtige Stützpfeiler beim sensationellen Sieg gegen Kuba waren und Sascha Koch einen Sahnetag auf dem Mound gegen den späteren Turniersieger Japan erwischte.

Ein Nachteil sollte das aus Sicht des Bonner Spielertrainers Bradley Roper-Hubbert nicht sein. „Sie sind durch den Spielrhythmus in bester Form und haben die Spiele in Holland sicher gut verkraftet.“ Ein wenig Erholung gab's dafür in dieser Woche. Es gilt, wieder in den Rhythmus zu kommen. Aber auch Dohren, Solingen und Paderborn, in Hin- und Rückspielen die Gegner der Caps in dieser Playoff-Qualifikation, haben vier Wochen pausiert. Ebenso wie der Süden, wo sich Heidenheim, Haar, Regensburg und in letzter Minute auch Mainz für die Zwischenrunde qualifiziert haben.

Für die Bonner Pitcher ist es besonders wichtig, den Wurfarm für einige Tage zu schonen. Für die Capitals ist es deshalb ein Vorteil, dass Markus Solbach nun doch nicht in die USA reist, sondern weiter in der Bundesliga spielt. Nach derzeitigem Stand wird das auch so bleiben. Insgesamt stehen nun zwölf Spiele in der Playoff-Qualifikation an. Die Capitals müssen nach der überragenden Normalrunde nicht einmal die Hälfte gewinnen, um sich als Erster für das Playoff-Halbfinale zu qualifizieren. „Natürlich wollen wir weiter erfolgreich sein. Aber für uns geht es vor allem darum, uns weiter in den Bereichen zu verbessern, wo es noch nicht hundertprozentig passt“, sagt Roper-Hubbert.

Schon jetzt hoffen die Capitals auf ein erneutes Finale. Die eine oder andere Niederlage wäre auf dem Weg ins Halbfinale kein Beinbruch. Den Rekord von 28:0 Siegen haben die Bonner ja in der Tasche.

Da im Baseballstadion Rheinaue derzeit gebaut wird, spielen die Bonner zunächst wieder alle Partien auswärts. Das nächste Heimspiel findet am Sonntag, 19. August, statt.