Baseball-Bundesliga

Bonn Capitals gewinnen auch gegen Solingen

Bonn. Zwölf Spiele, zwölf Siege: In der Nordgruppe der Baseball-Bundesliga bleiben die Bonn Capitals unangefochten an der Tabellenspitze. Auch Verfolger Solingen Alligators konnte die Mannschaft von Spielertrainer Bradley Roper-Hubbert nicht stoppen.

Vor rund 900 Zuschauern im Stadion an der Rheinaue wurde im ersten Spiel am Ende fast noch dramatisch. Doch die Hausherren behielten am Ende knapp mit 7:6 die Oberhand. Im zweiten Spiel gab es dagegen keine Zweifel: 14:4 gewannen die Capitals. Der Doppelspieltag war mit großer Spannung erwartet worden, denn immerhin traf mit den Alligators die bisher beste Offensive der Bundesliga Nord auf die beste Defensive. Doch schon im ersten Match zeigte sich schnell, dass sich der Tabellenführer keine Blöße geben wollte. Mit einem starken Sascha Koch auf dem Wurfhügel und einem überragenden Eric Brenk in der Offensive führten die Capitals bereits nach drei Innings mit 5:0.

Im siebten Inning stand es sogar 7:0. Koch warf elf Strikeouts und gestattete der bisher so starken Offensive der Solinger keinen einzigen Run. Brenk brachte das Kunststück fertig, bei all seinen Schlägen auf Base zu kommen: Vier Hits und ein Walk brachten ihn fünfmal auf die Bases und zu zwei Runs. Ansonsten verteilten die Capitals die Hits gleichmäßig, wobei Danny Lankhorst zwei Hits landete und Daniel Lamb-Hunt ein Homerun gelang. Dann folgte der Bruch im Bonner Spiel, als Roper-Hubbert im achten Inning Kevin van Meensel als Pitcher brachte. Der Youngster, der eine sehr gute Saison in der Offensive spielt, stand erstmals in diesem Jahr in der Bundesliga auf dem Mound und hatte so seine Probleme. Das 2:7 nach dem 8. Inning war noch kein Beinbruch. Aber dann fehlte in 9. Inning die Unterstützung der Feldverteidigung. Die machte drei gravierende Fehler, so dass das dritte Aus nicht gelang und es plötzlich nur noch 7:6 stand. Erst Maurice Wilhelm machte dem Ganzen als Pitcher ein Ende, so dass die Gastgeber den Sieg über die Zeit brachten.

Die Fehler des Gegners genutzt

In zweiten Spiel schauten zunächst alle auf Wilson Lee. Der Australier, vor dieser Saison von Bonn nach Solingen gewechselt, stand als Pitcher auf dem Mound und wollte die Capitals in Schach halten. Lee war zudem vor diesem Spiel der beste Schlagmann der Liga. Fast jede zweite Chance am Schlag hatte der Australier zuvor zum Hit genutzt. Doch gegen die alten Kameraden lief es weder offensiv noch defensiv. Lee kam an diesem Tag nur auf einen Hit. Auf dem Wurfhügel waren Lee die 135 Würfe vom Dienstag anzumerken. Die Capitals schlugen erfolgreich zu und führten zu Beginn des vierten Innings schon mit 6:1. Der Australier verließ frustriert den Mound.

Dabei konnte er für das 2:0 schon im ersten Inning wenig, denn die Punkte erzielten Brenk und Adrian Stommel nach Fehlern der Verteidigung. Fehler halfen den Capitals auch im vierten Inning. Ein Hit von Riccardo Migliore, gut für zumindest einen Punkt, führte so gleich zu drei Runs und zum 5:1, dem Migliore noch das 6:1 folgen ließ. Den Deckel drauf machte Ahrens mit seinem Three-Run-Homerun im fünften Inning zum 9:1. Zwei weitere Punkte in diesem Inning führten zum 11:1. Solingen kam noch auf 13:4 heran, aber Roper-Hubbert setzte mit seinem Hit und dem Run durch Anthony Klinzing zum 14:4 den Schlusspunkt. Der Spielertrainer, erneut Brenk, Ahrens, van Meensel und Migliore waren die erfolgreichsten Offensivkräfte in diesem Spiel. „Wir waren heute offensiv voll da und haben die Fehler des Gegners genutzt. 12:0 ist eine Zwischenbilanz, auf der sich aufbauen lässt“, meinte Roper-Hubbert.

Am Donnerstag (Himmelfahrt) findet die erste Auswärtspartie der Saison für die Capitals in Köln statt. Am kommenden Sonntag kommen die Kölner in die Rheinaue.