Deutsche Baseballmeisterschaft

Bonn Capitals gehen selbstbewusst ins entscheidende Spiel

Bonn. Am Samstag um 14 Uhr beginnt in Heidenheim das fünfte Spiel um die deutsche Baseballmeisterschaft. Die Bonn Capitals geben sich vor der entscheidenden Begegnung gegen die Heidenheim Heideköpfe selbstbewusst.

Spieler und Verantwortliche des Baseballbundesligisten Bonn Capitals mussten sich nach dem emotionalen Wochenende mit der Siegteilung gegen die Heidenheim Heideköpfe erst einmal sammeln. Nach vier Duellen in der Best-of-five-Finalserie um die deutsche Baseballmeisterschaft haben beide Teams je zweimal gewonnen. Am Samstag um 14 Uhr beginnt in Heidenheim das fünfte und entscheidende Spiel.

Zwei enge Partien in Kälte und Regen, die dem Team alles abverlangt hatten, und das volle Stadion, das von der Crew der Capitals hinter den Kulissen vollen Einsatz verlangte, hatten viel Kraft gekostet. Am Samstag muss der Nordmeister nun nochmals alle Kräfte bündeln, um den ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte einzufahren.

Die Trainingswoche für das Team von Spielertrainer Bradley Roper-Hubbert verlief routiniert. Im „Flow“ bleiben und Kräfte sammeln hieß die Devise. Denn alle Beteiligten rechnen auch in Heidenheim mit einem Spiel auf Augenhöhe „Wir haben in jedem Fall gute Chancen. Das haben wir in den bisherigen Spielen gezeigt“, sagt Capitals-Sportdirektor Florian Nehring. Es wäre kein Beinbruch, sollten die Capitals scheitern. Das jedenfalls bekunden die Verantwortlichen. Aber so nahe waren die Capitals dem Titel noch nie. Und deshalb sind alle total fokussiert auf die neun Innings – oder auch auf mehr, sollte es danach Unentschieden stehen.

Nur Marcus Solbach fehlt

Das Wetter soll am Samstag wohl mitspielen, so dass der Einflussfaktor Regen diesmal wegfällt. Am vergangenen Sonntag hatte die Verteidigung auf beiden Seiten Probleme mit dem glitschigen Ball, was die Gastgeber am Ende zwei Punkte kostete. Für den Wurfhügel stehen bis auf den verletzten Marcus Solbach alle Topwerfer der Bonner bereit: Sascha Koch, Maurice Wilhelm und Max Schmitz.

In Spiel fünf sind nur deutsche Pitcher oder EU-Ausländer erlaubt, die es im Bonner Team allerdings nicht gibt. Für Heidenheim wird wieder Ricky Torres werfen, gegen den die Capitals bislang gut aussahen. Als taktische Maßnahme könnte allerdings auch der deutsche Clayton Freimuth als Starting Pitcher auf dem Mound stehen, der sonst am Ende einer Partie ein Spiel nach Hause wirft.

Fanbus schnell ausgebucht

Bei den Caps sind keine Überraschungen zu erwarten. Auch der „neue“ Outfielder Danny Lankhorst wird wieder im Rightfield stehen, wo er überzeugt und mit langen und exakten Würfen brilliert. Lankhorst, 20 Jahre jung und ein Bonner Eigengewächs, spielte sonst Infield, wird aber im Outfield immer stärker. Die sichere Infield-Achse Wilhelm, Stommel, Brenk und Lamb-Hunt sowie die weiteren Outfielder Jan Jacob und Chris Goebel wollen wie Catcher Roper-Hubbert sicher zupacken und dem Gegner die Chancen zum Sieg so „stehlen“.

In der Offensive kommt es darauf an, dass Eric Brenk, Goebel, Roper-Hubbert und Co. wieder die Lücken in der Verteidigung treffen, so wie im ersten Spiel der Serie. In den Partien drei und vier waren zu viele Bälle direkt im Handschuh des Gegners gelandet.

Das Team reist mit Rückendeckung. Der Fanbus, der am Samstagmorgen um 6 Uhr abfährt, war innerhalb weniger Tage ausgebucht. Und dass die Fans richtig Stimmung machen können, hatten sie schon in Haar und zuletzt in Heidenheim bewiesen.

Übertragen wird das entscheidende Playoff-Spiel auch im Livestream unter www.baseball-bundesliga.de