Baseball-Bundesliga

Bonn Capitals fehlt noch ein Sieg zum Nord-Titel

Meldet sich fit zurück: Sascha Koch.

Der überragende Akteur aufseiten der Gäste hieß Sascha Koch.

Bonn. Ein überragender Sascha Koch führt die Bonner Baseballer zu zwei Erfolgen in Dohren – Lamb-Hunt und Goebel verletzen sich.

Baseball-Bundesligist Bonn Capitals hat seine Ausnahmestellung in der Nordgruppe der höchsten deutschen Baseballliga mit einem Doppelsieg bei den Dohren Wild Farmers eindrucksvoll untermauert. Beim Tabellenzweiten gewann die Mannschaft von Spielertrainer Bradley Roper-Hubbert mit 6:0 und 9:4 und baute die Tabellenführung vor der dreiwöchigen Sommerpause auf 17:3-Siege aus. Damit fehlt den Capitals für die erneute Meisterschaft im Norden nur noch ein Sieg aus den restlichen vier Spielen der Normalrunde.

Der überragende Akteur aufseiten der Gäste hieß Sascha Koch. Der Starting Pitcher spielte die erste Partie komplett durch und ließ bis auf einen einzigen Walk der Gastgeber nichts zu. Der wiedergenesene Jungnationalspieler schickte alleine 15 Spieler der Gastgeber zurück auf die Bank. Die Wild Farmers, die 28 Mal an die Homeplate traten, schafften also nicht einen einzigen Hit im ganzen Spiel.

In der Offensive hieß der überragende Spieler bei den Gästen einmal mehr Daniel Lamb-Hunt. Der Neuseeländer schlug drei Hits, darunter einen Homerun, vier Run Batted In (RBI) und erlief selbst zwei Runs. Auch im zweiten Spiel, in dem er aufgrund einer Verletzung nur in zwei Innings zum Einsatz kam, gelangen Lamb-Hunt noch zwei Hits. Auch die übrige Mannschaft der Capitals agierte im ersten Spiel sehr ausgeglichen. Dohren machte es den Capitals auch nicht allzu schwer. Probleme bei Pitcher Edvards Matusevicius und einige schlechte Würfe in der Verteidigung trugen zum klaren Sieg bei. „Am Anfang war das Spiel noch eng. Aber mit einem tollen Sascha Koch und unserem konsequenten Hitting hat die Mannschaft den Sieg sicher und verdient unter Dach und Fach gebracht“, meinte Roper-Hubbert.

Während die Caps im zweiten Match des Hinspiels gegen Dohrens Pitcher Jared Ney noch eine 1:3-Niederlage einstecken mussten, kassierte diesmal Ney gleich im ersten Inning vier Runs der Caps. Aber die anfängliche Zuversicht wich der Skepsis, nachdem Dohren nach zwei Innings auf 4:4 ausgeglichen hatte. Bonns Pitcher Wilson Lee kämpfte zu Beginn mit der Wurfkontrolle. Danach lief es beim Australier besser. Die Bonner Offensive drehte schließlich im vierten Inning erneut auf. Lee, Max Schmitz und Maurice Wilhelm gelangen erfolgreiche Hits. Der Weg war damit frei für drei weitere Runs zur 7:4-Führung.

„Wir haben den Druck auf Jared Ney immer hoch gehalten, sodass er um jedes Aus hart kämpfen musste“, meinte Roper-Hubbert. Nach sieben Runs hatte Ney schließlich genug, während die Bonner Defensive weiter alles im Griff hatte. Nachdem Bonns Offensive im sechsten und siebten Inning noch je einen Run nachgelegt hatte, war auch die zweite Partie entschieden und die Revanche geglückt. Dabei waren Max Schmitz, Eric Brenk und Maurice Wilhelm die stärksten Schlagleute, Brenk schlug wie Lamb-Hunt im ersten Spiel einen Homerun.

Trotz der Siege verließ Roper-Hubbert Dohren mit einigen Sorgenfalten. Neben Lamb-Hunt war schon im ersten Spiel Chris Goebel verletzt ausgeschieden. Jan Jacob und Danny Lankhorst sind ebenfalls noch nicht fit. Gut, dass die Capitals vor dem harten Restprogramm gegen Solingen und Hamburg drei Wochen Pause haben.