Bundesliga-Auftakt

Bayern schlägt Gladbach

München.  München schlägt Gladbach im Bundesliga-Auftaktspiel der Saison 2013/14 mit 3:1. Triple-Gewinner Bayern München hat auch unter neuer Leitung seine alte Klasse demonstriert. Die Mannschaft von Trainer Pep Guardiola hat das Auftaktspiel der 51. Bundesliga-Saison gegen Borussia Mönchengladbach verdient mit 3:1 (2:1) gewonnen und dabei, angeführt von seinen Superstars Franck Ribéry und Arjen Robben, zumindest offensiv begeistert.
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Viel zu tun: Bedrängt von Bayern-Stürmer Mario Mandzukic, packt sich Gladbachs Torhüter Marc-André ter Stegen den Ball. Raffael (links) muss nicht mehr eingreifen.
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Viel zu tun: Bedrängt von Bayern-Stürmer Mario Mandzukic, packt sich Gladbachs Torhüter Marc-André ter Stegen den Ball. Raffael (links) muss nicht mehr eingreifen. Foto: afp

Defensiv griff im ersten Liga-Spiel unter Guardiola vor 71.000 Zuschauern in der ausverkauften Münchner Arena noch nicht jedes Rädchen ins andere. Doch individuelle Klasse und Tore von Robben (11.), Mario Mandzukic (16.) und David Alaba (69., Handelfmeter) sorgten für den Erfolg. Der frühere Gladbacher Dante hatte per Eigentor (40.) für das 1:2 gesorgt. Bayern-Profi Thomas Müller scheiterte mit einem weiteren Handelfmeter an Marc-André ter Stegen (68.). Beide Strafstöße hatte Álvaro Domínguez verschuldet.

Guardiola, im grauen Anzug mit Krawatte und Einstecktuch, war an der Seitenlinie von Beginn an sehr aktiv. Er schrie, gestikulierte, schnipste mit den Fingern, doch seine Profis tasteten sich teilweise etwas unsicher ins Spiel. Hier und da klafften Lücken zwischen den Mannschaftsteilen, das von Guardiola gelehrte Positionsspiel scheint noch nicht allen Stars in Fleisch und Blut übergegangen zu sein. Die Fähigkeiten vor allem von Robben und Ribéry überdeckten dies allerdings.

Robben, der die Bayern im Mai zum Champions-League-Triumph geschossen hatte, traf per Dropkick nach einem Traumpass von Ribéry über Gladbachs Abwehr hinweg. Mandzukic erhöhte per Abstauber nach Robbens Freistoß. Mit dem 2:0 im Rücken trumpften die "Super-Bayern" teilweise auf wie zu besten Triple-Zeiten, obwohl mit dem erkrankten Thiago und Rekonvaleszent Mario Götze noch zwei Asse fehlten. Auf der Tribüne klatschte Präsident Uli Hoeneß selig Beifall.

Taktisch veränderte Guardiola wie erwartet die Grundausrichtung. Bastian Schweinsteiger, vor dem Spiel als "Fußballer des Jahres" geehrt, gab im 4-1-4-1-System den einzigen Sechser vor der Abwehr und war mitunter zu sehr auf sich allein gestellt. Personell jedoch blieb die Revolution aus: Guardiola vertraute zehn Spielern, die auch schon im Endspiel der Königsklasse gegen Borussia Dortmund begonnen hatten, für Rekordmann Javi Martínez spielte Toni Kroos.

Gladbach-Coach Lucien Favre hatte nach dem peinlichen Pokal-Aus gegen Drittligist Darmstadt 98 auf drei Positionen umgestellt, der wiedergenesene Juan Arango war wieder dabei. Die Borussia spielte mutig mit, der auffällige Raffael hatte erste Chancen (17., 24.). Nationaltorhüter Manuel Neuer parierte stark gegen Max Kruse (30.), schließlich lenkte Dante eine Hereingabe von Arango vorbei an Neuer ins eigene Tor. Kroos und Mandzukic hätten für die Bayern erhöhen können.

"Bayern war ball- und passsicherer, klar dominant, fußballerisch überlegen", analysierte Bundestrainer Joachim Löw in der Pause bei der ARD. Bei Sky lobte er "Spielkultur, gute Ordnung und schnelles Spiel in die Spitze" der Münchner. Gladbach habe bei beiden Toren geschlafen. Zudem sei es der Borussia nicht gelungen, die Münchner Anfälligkeit bei Ballverlust auszunutzen, meinte Löw.

Letzteres änderte sich in Hälfte zwei. Gladbach traute sich nun noch mehr zu, stand zudem defensiv sicherer. Die beste Gelegenheit hatten aber zunächst die Bayern, ein Distanzschuss von Kroos krachte an den rechten Pfosten (60.). Domínguez zweites Handspiel direkt nach ter Stegens Parade bei Müllers Strafstoß sorgte dann für die Vorentscheidung.

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