Erfolg beim Gezeiten Haus Cup

Baskets feiern Turniersieg in Rhöndorf

Rhöndorf. Der neuformierte Basketballbundesligist Telekom Baskets Bonn hat eine erste ansehnliche Visitenkarte abgegeben und das zweitägige Vorbereitungsturnier Gezeiten Haus Cup gewonnen.

In der Sporthalle am Menzenberg siegte die Truppe von Trainer Predrag Krunic, bei der fünf neue Spieler an Bord sind, gegen den Ligakonkurrenten s.oliver Würzburg mit 76:71 (20:18, 13:14, 19:19, 24:20).  „Das Turnier war für uns als Team und die einzelnen Spieler enorm wichtig“, sagte Krunic. „Wir haben in den vergangenen drei Wochen hart trainiert und können jetzt konkretere Rückschlüsse ziehen, an welchem Punkt wir uns befinden. Klar ist aber auch, dass die Mannschaft noch Zeit braucht, um sich bis zum Saisonstart weiter zu entwickeln.“

Platz drei ging an den Erstligisten Fraport Skyliners aus Frankfurt, der den gastgebenden Pro B-Ligisten Dragons Rhöndorf mit 99:36 (18:11, 36:8, 26:10, 19:7) besiegte. Am Samstag hatten sich die Telekom Baskets gegen die Dragons vor mehr als 1100 Zuschauern mit 105:63 durchgesetzt. Würzburg löste das Endspielticket durch ein 85:79 gegen Frankfurt. Die Baskets gaben im Finale vor allem in der zweiten Halbzeit den Ton an. Der erste Eindruck des neuen Magenta-Teams: Die Bonner sind durch die Neuen athletischer geworden und können schneller ausrücken. Zudem dürften die Baskets in der kommenden Saison im Rebound deutlich zulegen können.

Mit dem 2,06 Meter großen James Webb III und Ra’Shad James haben sie zwei neue Scharfschützen jenseits der Dreierlinie. Jarelle Reischel, Ra’Shad James und Bojan Subotic bringen eine gute Athletik und viele Fertigkeiten mit. Und der neue 2,08 Meter große Center Charles Jackson malträtierte die Korbanlagen am Menzenberg bedrohlich und pflückte sich fleißig Rebounds.

Die pfeilschnellen Würzburger erwiesen sich als harter Prüfstein. Drei Viertel blieb es eng, ehe Bonn nochmals aufdrehte. Nach einem Dreier von Josh Mayo, sorgte der sprunggewaltige 1,88 Meter große Ra’Shad James für Jubelstürme, als er einen Dunkingversuch des 2,08 Meter großen Würzburger Centers Gabriel Olaseni per „Monsterblock“ vereitelte. Als dann Subotic per Dreier traf, stand es 65:54 (33. Minute) für Bonn. James war es auch, der 25 Sekunden vor dem Ende mit seinem Dreier zum 76:71 den Franken den K.o. verpasste.

Lohnenswertes Wochenende

Für die Dragons Rhöndorf und ihre Fans war es trotz der hohen Niederlagen ein lohnenswertes Wochenende. Klar waren die Drachen mit der Handlungsschnelligkeit der Erstligisten überfordert. Dennoch zeigte die Truppe, dass sie in der 2. Basketballbundesliga Pro B auf ihrem Level sicherlich eine gute Rolle spielen kann. Center Alex Möller agierte erfreulich selbstbewusst und treffsicher, Neuzugang Joe Mvuezolo und Youngster Jo Koschade hatten spektakuläre Aktionen und der litauische Center Zygimantas Riauka bot den Bundesligacentern hier und da Paroli.  „Wir haben eine sehr junge Mannschaft, die auch Fehler machen darf“, erklärte Drachen-Trainer Thomas Adelt. „Wir müssen noch an vielen Details arbeiten. Wichtig ist, dass wir weiterhin optimistisch und selbstbewusst sind.“

Sehr erfreulich war der Auftritt des slowakischen Gastspielers Samuel Horvath. Trotz seiner erst 17 Jahre als Spielmacher erstaunlich abgezockt agierte. Dies kommt aber nicht von ungefähr, da er bereits in der slowakischen Ersten Liga mitgemischt hat und bei der U16-EM in 2017 einer der besten Spieler war. Er wechselt als Schüler auf das Gymnasium Schloss Hagerhof am Menzenberg und wird wohl demnächst für Rhöndorf auflaufen können. Mit Horvath, Neuzugang Raekwon Miller und David Falkenstein und Jo Koschade hätten die Rhöndorfer dann ein schlagkräftiges Quartett auf den Positionen eins und zwei.

Telekom Baskets: Reichel (4 Punkte/1 Dreier), Subotic (7/2), James (28/4), Jackson (8), DiLeo (5/1), Breunig (5), Mayo (11/3), Webb III (8).