Telekom Baskets Bonn

Baskets-Coach Krunic fordert Konzentration

BONN. Nach dem europäischen Aus geht es für Bonns Basketballer am Sonntag (15.30 Uhr) gegen Jena um wichtige Punkte. Baskets-Trainer Predrag Krunic warnt: "Das nächste Spiel ist immer das schwerste."

Haken an Europa, volle Kraft voraus Richtung Playoffs. Am Sonntag muss sich zeigen, wie gut die Telekom Baskets das bittere Aus im Halbfinale des Fiba EuropeCups verdaut haben. Liga-Alltag. Denn mit Jena kommt ohnehin keiner der ganz großen Leckerbissen – die Thüringer sind Tabellenelfter – und seit Donnerstag fehlt ihnen auch noch die größte Rosine im Kuchen: Marcos Knight, zweitbester Punktesammler der gesamten Liga und bester Rebounder auf den Guardpositionen hat sich dem abstiegsbedrohten spanischen Erstligisten Tecnyconta Zaragossa angeschlossen.

Jena ist tabellarisch jenseits von Gut und Böse, sodass die Vetragsauflösung eine Win-Win-Situation für den Spieler und den Verein, der damit sicherlich ein paar Euro spart, darstellen dürfte. Es wird Vereine geben, denen hier das Stichwort „Wettbewerbsverzerrung“ in den Sinn kommt.

Ob die Veränderung im Kader von Trainer Björn Harmsen die Sache für die Baskets leichter macht? Knight fehlte auch im Hinspiel, das sich aus Bonner Sicht einigermaßen zäh gestaltete und nur dank eines furiosen Schlussspurts mit acht Zählern von Ojars Silins die Punkte auf die Bonner Habenseite brachte (74:72). Die Baskets sind gewarnt, denn die erfahrene Truppe mit den Liga-Dinos Immanuel McElroy und Julius Jenkins ist brandgefährlich – wenn sie einen guten Tag erwischt.

Die Teams im Vergleich.

Die Teams im Vergleich.

Zudem könnte nach dem Europa-Aus ein mentales Loch drohen. „Das ist nicht ganz einfach“, sagt Trainer Predrag Krunic, „aber ich bin zuversichtlich, dass wir das hinbekommen.“ Sah man die Reaktionen seiner Spieler – ob in Interviews oder den Social-Media-Kanälen, so war da eine ganze Menge „jetzt erst recht“ rauszulesen. Auch Florian Koch, der enttäuscht als Letzter den Telekom Dome verlassen hatte, schaltete schnell auf Angriff: „Es war eine gute Erfahrung, bis in den April europäisch zu spielen. Wir nehmen daraus mit, dass sich die individuelle und die mannschaftliche Belastungsgrenze nach oben verschoben haben.“

Die Baskets haben ein Ziel im Blick: Platz fünf halten – die Zeichen stehen gut, Ausgangsposition und Restprogramm erlauben noch einen vorsichtigen Blick auf Platz vier und das Playoff-Heimrecht. Dafür müsste sich Bayreuth noch Patzer leisten. Auf andere zu schauen passt allerdings nicht zum Erfolgsrezept der Baskets 2016/17. „Wir konzentrieren uns auf uns und das nächste Spiel“, sagt Krunic, „denn das ist immer das schwerste.“ Immerhin können sie das schwere Spiel wohl mit Ryan Thompson bestreiten, der Topscorer konnte wieder trainieren.