Hockey-Bundesliga

BTHV-Damen feiern trotz Niederlage gelungenes Debüt

Bonn. Die mit großer Spannung erwartete Bundesligapremiere der Hockeyspielerinnen des Bonner THV gegen den Club Raffelberg aus Duisburg endete in eigener Halle mit einer 4:8 (2:4)-Niederlage.

Jan Henseler war mit Spiel und Ergebnis gegen einen der Favoriten auf das Viertelfinale um die deutsche Meisterschaft dennoch zufrieden. „Die Mädels waren extrem nervös“, berichtete der BTHV-Trainer. „Natürlich war uns der Gegner in vielen Bereichen überlegen. Aber die Mannschaft hat es in der ersten Hälfte und in der Schlussphase sehr gut gemacht.“

Vor stimmungsvoller Kulisse in der engen BTHV-Halle hatte das erfahrene Raffelberg zunächst Probleme, ins Spiel zu kommen. Dazu trug auch das „historische“ 1:0 durch Simca Schön vom Siebenmeterpunkt bei. Das Tor war der erste Treffer einer BTHV-Damenmannschaft in der stärksten Hallenhockeyliga der Welt. Bis zur 23. Minute verteidigten die Gastgeberinnen mit viel Elan und Geschick, gerieten in der 13. und 20. Minute gegen immer schneller und präziser kombinierende Raffelbergerinnen aber dennoch mit 1:2 in Rückstand. BTHV-Torfrau Anna Schruff, die bis zur 20. Minute gleich zwei Strafecken reaktionsschnell abwehren konnte, hielt überragend. Umso größer war der Jubel, als Maria Esser in der 22. Minute sogar der 2:2-Ausgleich gelang. Nach zwei weiteren Toren des bundesligaerfahrenen Clubs aus Raffelberg ging es mit 2:4 in die Pause.

„Danach haben wir leider etwas den Faden verloren und zu viele individuelle Fehler gemacht“, meinte Henseler. Raffelberg nutzte die Schwächephase des Aufsteigers zwischen der 32. und 40. Minute gnadenlos mit vier weiteren Toren zum 2:8 aus. „Dann aber kam der Glaube zurück“, sagte der BTHV-Coach. Und so verkürzten Kira Schmitz und Maria Essen in der 58. und 60. Minute noch auf 4:8. „Zwei wichtige Tore für das Trefferverhältnis und das Selbstbewusstsein“, meinte Henseler.