Sieg für FC Hennef 05 nach Elfmeterschießen.

HENNEF.  Nach Reden war Marco Bäumer schon zur Halbzeit nicht mehr zumute. Zu sehr hatte sich der Trainer des Fußball-Mittelrheinligisten FC Hennef 05 über die miserable Vorstellung seiner Mannschaft im Viertelfinale des FVM-Pokals um den Bitburger-Cup gegen den Bezirksliga-Vertreter Rhenania Richterich geärgert.

Doch der Ärger wurde noch größer: Der haushohe Favorit musste bis ins Elfmeterschießen, um den Außenseiter aus dem Kreis Aachen mit 6:5 (2:2, 2:2, 2:1) in die Knie zu zwingen.

Von einem Zwei-Klassen-Unterschied war denn auch über die gesamte Distanz nichts zu sehen. Zum einen ließen die Gastgeber so ziemlich alle Tugenden vermissen, die sie bis an die Spitze der Mittelrheinliga führten; zum anderen erwiesen sich die Gäste als äußerst unbequemer Gegner, der den Spielfluss durch taktische Fouls und Nickligkeiten immer wieder unterband, der aber auch sehr kompakt und taktisch diszipliniert agierte und seinerseits bei Kontern stets brandgefährlich war.

Dabei lief zunächst alles nach Wunsch für die Platzherren. Ioannis Foukis nutzte in der siebten Minute einen Freistoß von der Strafraumgrenze zum 1:0. Doch statt nachzusetzen, wähnten sich die Rot-Weißen offenbar schon im Halbfinale und stellten das Fußballspielen in der Folge komplett ein. So war das 1:1 durch den quirligen Thomas Schmidt (31.) keine Überraschung mehr.

Und auch auf das Hennefer 2:1 von Denis Wegner nach Klasse-Vorarbeit von Claudio Marino (36.) hatte die Rhenania eine Antwort. Einen langen Ball über die viel zu weit aufgerückte Abwehr der 05-er nutzte erneut Thomas Schmidt zum Ausgleich (59.). Zwar mühten sich die Hennefer fortan redlich, doch die größten Chancen, das Spiel noch in der regulären Distanz zu entscheiden, hatte Richterich. Thomas Schmidt visierte die Latte an (65.), Timo Wermeester zielte frei vor dem Hennefer Kasten drüber (88.).

Nachdem der FC in der Verlängerung gute Möglichkeiten durch Niklas Hoffmans (95.), Sascha Jagusch (97.) und einen weiteren Freistoß von Foukis (114.) ungenutzt gelassen hatte, avancierte im fälligen Elfmeterschießen Torwart Alexander Heil zum Helden. Der Hennefer Keeper parierte gleich zwei Strafstöße, während auf Seiten der Gastgeber Foukis, Hoffmans, Wegner und Jagusch verwandelten.

FC Hennef 05: Heil, Hempel, Niewiadomski, Dabers, Foukis, Wegner, Günther (64. Hoffmans), Jagusch, Schöller (100. Zimnol), Eck, Marino.

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