Das GA-Torfieber grassiert wieder
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Nach einer sehr erfolgreichen Hallentournee, mit dem Sieg in Jöllenbeck und dem dritten Platz beim DFB-Hallenpokal in Magdeburg, folgten Trainingseinheiten und Testspiele bei Frosttemperaturen. Gleich neun Spielerinnen waren international unterwegs: fünf bei der U-20-Nationalmannschaft, zwei im Kader von Bundestrainerin Silvia Neid und zwei mit dem neuseeländischen Nationalteam. Mit Trainer Colin Bell sprach Peter Eckhardt über den Stand der Vorbereitung.
In zwei Tagen steht das Testspiel beim Zweitligisten 1899 Hoffenheim an. Mit welcher Mannschaft?
Colin Bell: Gute Frage, denn elf Spielerinnen stehen uns nicht zur Verfügung. Zu den Nationalspielerinnen gesellen sich noch Coco Schröder und Sara Doorsoun, die beide an Verletzungen laborieren. Nun liegt es an den Mädchen die in Hoffenheim spielen werden, sich zu empfehlen. Das haben sie gegen Mayen schon gut gemacht. Wir werden wohl auch noch zwei Mädchen aus der U 17 mitnehmen.
Ist diese Situation eher Fluch oder Segen?
Bell: Wenn gleich neun Spielerinnen in nationalen Auswahlteams spielen, kann man ja nicht meckern. Das beste Beispiel ist Almuth Schult, die am Mittwoch ihr erstes A-Länderspiel machen wird. Es ist toll zu sehen, welche Entwicklung sie genommen hat. Ihr Einsatz, aber auch die gute Zusammenarbeit mit Michael Fuchs, dem Torwarttrainer der Nationalmannschaft, und unserem Torwarttrainer Mario Gros hat diesen Einsatz ermöglicht. Für den SC 07 ist es natürlich eine tolle Sache, jetzt eine weitere aktive Nationalspielerin in den Reihen zu haben.
Wie sind Ihre Erwartungen an die anstehende Rückrunde?
Bell: Dass wir uns weiterentwickeln. Klar, die Fans wollen jetzt irgendeinen Tabellenplatz hören, aber uns ist es wichtiger zu sehen, dass es Fortschritte gibt - und zwar in allen Bereichen. Es geht ja mit Wolfsburg gleich gegen ein Spitzenteam los. Ich hoffe, unsere Fans werden uns weiter so unterstützen wie bisher. Das Team betont immer wieder, wie sehr das hilft. Wenn die Mannschaft weiter so diszipliniert spielt, kann sie sich noch weiter nach vorne arbeiten. Aber der Abstand nach hinten ist auch noch nicht komfortabel. Versprechen kann ich nur eines: Es wird keinen Schlendrian geben.
Worauf dürfen sich die Fans einstellen, wenn es am 26. Februar wieder losgeht?
Bell: Eine Mannschaft, die wieder alles geben wird, um das bestmögliche Resultat zu erzielen. Es wird wohl wieder ein Geduldsspiel werden, bei dem derjenige erfolgreich sein wird, der es mehr will. Gelingt der Start, haben wir natürlich wieder ein wenig mehr Ruhe, um uns weiterzuentwickeln. Das ist mir sehr wichtig, denn dieses junge Team braucht noch Zeit. Die Spielerinnen wissen spätestens seit dem Sieg gegen Duisburg, dass sie mit den Großen mithalten können. Fakt ist, dass die meisten Bundesligavereine einen großen Respekt vor unserer Mannschaft haben.
Artikel vom 13.02.2012