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Fußball-Mittelrheinligist
FC Hennef 05 wandelt auf den Spuren des BVB
Von Wolfgang Ley
HENNEF. Am Mittwoch findet das Mittelrhein-Pokalfinale um den Bitburger-Cup im Bonner Sportpark Nord statt. Das Bäumer-Team trifft auf den Landesligisten FC Erftstadt.
Es ist das Spiel der Spiele für den Fußball-Mittelrheinligisten FC Hennef 05. Das Spiel, das in die Annalen des Vereins eingehen kann und wird. Oder um es mit Trainer Marco Bäumer zu sagen: "Es ist das Spiel schlechthin. Damit können wir einer hervorragenden Saison noch die Krone aufsetzen."
Es ist das Mittelrhein-Pokalfinale um den Bitburger-Cup, das am Mittwoch um 19 Uhr im Bonner Sportpark Nord zwischen dem FC Hennef 05 und dem Landesliga-Spitzenreiter FC Erftstadt angepfiffen wird. Das Spiel, das im Siegesfalle die Tür zum lukrativen DFB-Pokal und zu attraktiven Gegnern wie dem deutschen Double-Gewinner Borussia Dortmund, dem FC Schalke 04 oder dem FC Bayern München öffnen kann - Germania Windeck weiß ein Lied davon zu singen.
Doch die Hennefer sehen sich weniger auf den Spuren des Klubs von der Oberen Sieg. Sie sehen sich eher als FVM-Pendant zur Dortmunder Borussia. Was die Schwarz-Gelben im Großen auf DFB-Ebene schafften, können die Rot-Weißen im Kleinen auf Mittelrhein-Ebene nachmachen.
Denn das Double ist auch für Marco Bäumer und seine Schützlinge in erreichbare Nähe gerückt. Als Tabellenführer der Mittelrheinliga winkt der FVM-Titel; am Mittwoch winkt der Cup-Gewinn. "Allein für unseren Sportlichen Leiter Thomas Schmitz als leidenschaftlichen BVB-Fan müssen wir das Quartett holen", grinst Bäumer.
"Zwei Titel hat der BVB schon, für die anderen zwei sind wir zuständig." Nicht nur was die möglichen Trophäen angeht, findet der Hennefer Übungsleiter am Vergleich mit der aktuellen deutschen Top-Mannschaft großen Gefallen. Denn: "Unsere Spielweise ist ähnlich. Wir besitzen unwahrscheinliche Offensivqualitäten, wir verfügen über eine unwahrscheinlich hohe Lauf- und Leistungsbereitschaft", sagt er.
Und ähnlich wie die Dortmunder Himmelsstürmer sind auch die Hennefer erfolgshungrig. "Die Jungs sind heiß. Sie brennen auf diese Partie", berichtet Bäumer. So wurde und wird auf Wunsch der Mannschaft am Montag und Dienstag trainiert - jeweils mit anschließendem gemeinsamem Abendessen.
Doch bevor der große Traum Wirklichkeit wird, sind erst noch (mindestens) 90 Minuten zu absolvieren. Gegen eine zwar klassentiefere Elf, aber gegen eine Mannschaft, die alles andere als Laufkundschaft ist. "Wir haben zwar keinerlei Problem damit, dass wir die Favoritenrolle inne haben", erklärt Marco Bäumer. "Aber wer im Verlauf des Wettbewerbs einen Mittelrheinligisten ausschaltet, muss stark sein", warnt er vor dem Kontrahenten.
So überließen die Hennefer im Vorfeld des Finales nichts dem Zufall und nahmen die Erftstädter gleich mehrfach unter die Lupe. Bäumers Erkenntnis: "Das ist eine verschworene Gemeinschaft, die insbesondere bei Standardsituationen sehr gefährlich ist."
Drei Hennefer Kicker können das Endspiel nur als Zuschauer verfolgen. Kamil Niewiadomski, Claudio Marino und Ermir Halili sind verletzt und müssen auf der Tribüne Platz nehmen.
Das FVM-Pokalfinale
In den nächsten fünf Jahren wird Bonn zum Berlin des Fußball-Verbandes Mittelrhein (FVM). Denn das Pokalendspiel wird künftig generell im Sportpark Nord ausgetragen, der nach dem Umbau in neuem Glanz erstrahlt.
Die Tageskassen sind am Mittwoch ab 18 Uhr geöffnet. Preise: Sitzplatz 10 Euro (ermäßigt 5 Euro), Stehplatz 7 Euro (3 Euro).
Artikel vom 15.05.2012
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