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DFB-Pokal
FC Hennef 05 träumt von der Pokalsensation
Von Wolfgang Ley
HENNEF. Bundesliga, Europacup und auch der DFB-Pokal lassen den Diplom-Sportwissenschaftler kalt. Wenn er nicht gerade selbst beteiligt ist, wie am Sonntag (14.30 Uhr) im "Spiel des Jahres" für den FC Hennef 05 gegen den TSV 1860 München im Bonner Sportpark Nord. Dieser Partie freilich fiebert der groß gewachsene Angreifer entgegen.
Er träumt von einer Pokalsensation gegen 1860 München: Der Hennefer Torjäger Denis Wegner. Foto: Wolfgang Henry
Bei schönem Wetter Fußball spielen ist nicht seine Sache. "Ich mag's lieber, wenn es kühl ist und ein bisschen nieselt", sagt Denis Wegner. Der 25 Jahre alte Top-Stürmer des Mittelrheinligisten FC Hennef 05 ist ein Fußballer der ungewöhnlichen Art - und das nicht nur wegen seiner Torjägerqualitäten und seiner zahlreichen Treffer.
Denn - man mag's kaum glauben - Wegner interessiert sich eigentlich gar nicht für Fußball; einen Lieblingsverein hat er daher auch nicht. "Ich möchte eigentlich nur mit meinen Freunden kicken", sagt er.
"Das stimmt", bestätigt Trainer Marco Bäumer. "Wenn wir uns mit der Mannschaft nach dem Training schon mal zusammensetzen und beispielsweise ein Champions-League-Spiel im Fernsehen anschauen wollen, fragt er gewöhnlich nach, wer überhaupt spielt. Beim ersten Mal dachte ich, er wolle mich auf den Arm nehmen, aber er meint das wirklich ernst."
Bundesliga, Europacup und auch der DFB-Pokal lassen den Diplom-Sportwissenschaftler kalt. Wenn er nicht gerade selbst beteiligt ist, wie am Sonntag (14.30 Uhr) im "Spiel des Jahres" für den FC Hennef 05 gegen den TSV 1860 München im Bonner Sportpark Nord. Dieser Partie freilich fiebert der groß gewachsene Angreifer entgegen. Nur allzu gern würde er mit seinen Kameraden den Münchner Löwen ein Bein stellen. "Ich denke noch oft zurück an das FVM-Pokal-Finale. Diesmal ist die Kulisse noch deutlich größer und wird uns noch mehr beflügeln", meint er.
Doch nicht nur Denis Wegner fiebert dem Match entgegen. Die ganze Hennefer Mannschaft ist momentan in ihrem Eifer nicht mehr zu bremsen. Nach einer kräftezehrenden und intensiven Vorbereitung wollte Coach Bäumer seinen Schützlingen gestern eigentlich trainingsfrei geben. Da aber machten die Spieler nicht mit. Sie beharrten trotz tropischer Temperaturen auf einer zusätzlichen Übungseinheit, um für den Sonntag gerüstet zu sein.
Selbst Bäumers Ehefrau kann sich dem ganzen Trubel nicht entziehen. "Ich muss ihr noch sagen, dass sie in ein Wettbüro gehen und 50 Euro auf unseren Sieg setzen soll", lacht der Hennefer Trainer. "Die Quote ist gut."
Über eine Erfolgsprämie haben indes bislang weder der Coach noch die Akteure mit dem Hennefer Vorstand verhandelt. "Aber sollte die Sensation tatsächlich gelingen, werden wir darüber reden", verspricht Vorsitzender Hajo Noppeney.
Als Schiedsrichter für die Begegnung am Sonntag hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) Manuel Kunzmann aus Bad Hersfeld angesetzt.
Artikel vom 18.08.2012
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