Mitreißende Rede von Präsident Werner Spinner

"Alleinherrscher hatten wir schon genug"

KÖLN.  In einer mitreißenden Rede, die immer wieder von Applaus begleitet wurde, stellte sich Werner Spinner den Mitgliedern vor. Achim Schmidt zeichnete die Ausführungen des neuen FC-Präsidenten auf.

Zum Präsidentenamt: "Ich habe mich gewundert, wie viel Macht das Präsidium hat. Das gibt es sonst nur in Diktaturen und in einer Bananenrepublik. Deshalb bin ich für eine Satzungsreform. Alleinherrscher hatten wir in der Vergangenheit schon genug. Wir wollen Macht abgeben und das werden wir mit den Mitgliedern diskutieren. Wir, also Markus Ritterbach, Toni Schumacher und ich, wollen den Mitgliedern mehr Mitspracherecht geben. Dafür wird sich unser Team einsetzen."

Zum Auftreten des Clubs: "In dem Verein fehlt es an Disziplin. Ein Fan hat mal zu mir gesagt: Wer in diesem Verein nichts zu sagen hat, ist selber schuld. Es nützt nichts, das Geißbockheim mit Geld zuzupflastern, wenn die Disziplin fehlt."

Zur Außendarstellung: "Der Verein ist wie ein Schweizer Käse. Die Presse weiß Dinge, bevor der Verein sie selbst weiß. Wir müssen unsere Außendarstellung dringend verbessert. Arroganz ist pures Gift. Wir müssen aber auch den Sponsoren mit Respekt begegnen."

Zur Zusammenarbeit mit den Fans: "Ich rufe die Mitglieder zum Dialog auf . Jedes Mitglied hat das Recht, gehört zu werden. Ich bin kein Sonnenkönig. Wir alle müssen zusammenstehen. "Wir statt ich", so lautet unser Motto. Wir wollen den Verein einen. Das ist uns ein ganz wichtiges Anliegen."

Zum Nachwuchs: "Wir müssen es schaffen, wieder mehr Spieler aus der eigenen Jugend in die Lizenzspieler-Mannschaft zu integrieren."

Zur Gewalt einzelner FC-Fans in jüngster Vergangenheit: "Für uns ist klar, dass Gewalt im Fußball nichts verloren hat. Wir wollen, dass sich Familien im Stadion sicher fühlen. Straftäter haben bei uns nichts verloren, Dagegen werden absolut wir energisch vorgehen. Diesbezüglich werden wir uns mit dem Fan-Beauftragten Rainer Mendel zeitnah austauschen."

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