Koreanische Delikatesse

US-Skistar Gus Kenworthy rettet 90 Hunde

Gus Kenworthy aus den USA in Aktion.

Gus Kenworthy aus den USA in Aktion.

Pyeongchang. Eine Medaille verpasste der US-Star Gus Kenworthy bei den Spielen in Pyeongchang. Verdient hätte er sie. Zumindest für sein Herz für Tiere. Doch seine Rettungsaktion trifft nicht nur auf Gegenliebe.

Sportlich lief es für Gus Kenworthy bei den Winterspielen in Pyeongchang nicht ganz optimal. Der Silbermedaillengewinner von Sotchi belegte im Slopestyle in Südkorea nur den zwölften Rang. Abseits der Piste sorgte der US-Amerikaner allerdings für Aufsehen. Zunächst küsste er vor laufenden Kameras seinen Lebensgefährten Matthew Wilkas, um ein Zeichen für die Homosexuellenbewegung in den USA zu setzen. Nun hat der 26-Jährige über die sozialen Medien eine Debatte über die Bedingungen, unter denen Hunde in Südkorea leben, losgetreten. "Da werden über 2,5 Millionen Hunde unter grausamen Bedingungen aufgezogen, um als Delikatesse herzuhalten", postete Kenworthy auf Instagram.

Der US-Star rettete daraufhin 90 Hunde von einer Hundefleisch-Verarbeitungsfarm und will sie nun in die USA oder nach Kanada bringen. Gemeinsam mit seinem Partner Wilkas soll er den Besitzer der Farm sogar überredet haben, diese aufzugeben. Eine Hündin nahm Kenworthy zudem bei sich auf. Doch der Post kam nicht überall gut an. So kritisierte der Journalist Joon Lee, dass die 30 Millionen Hunde, die jährlich in asiatischen Ländern getötet werden, kein Maßstab zu den über neun Milliarden Hühnern, die jährlich in den USA getötet werden, sind. Der Journalist sagte, der Post wäre unfair und eine Missinterpretation der koreanischen Kultur. Auch andere User kritisierten den US-Amerikaner. Kenworthy reagierte prompt. Er entschuldigte sich, falls er falsch verstanden worden wäre. Ihm ginge es ausschließlich um die Rettung der Hunde.

 

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Kenworthy für Hunde einsetzt. Der Skifahrer hatte schon bei den Spielen in Sotchi auf den falschen Umgang mit Hunden hingewiesen. Auch damals rettete er einige Welpen. Zwei dieser Hunde leben heute noch bei ihm.