- Home
- Bonn
- Region
- News
- Sport
- Familie
- Wetter
- Verkehr
- Freizeit
- Anzeigen
- Abo
- Dialog
"Perspektive": São Paulo bietet Breno Vertrag an
dpa
São Paulo. Der tief gestürzte Fußball-Profi Breno darf nach einer möglichen Entlassung aus der Untersuchungshaft auf einen sportlichen Neuanfang in seiner Heimat hoffen. Sein früherer Verein FC São Paulo hat den brasilianischen Innenverteidiger nach eigenen Angaben unter Vertrag genommen.
Breno soll einen Vertrag beim FC São Paulo bekommen. Foto: Marc Müller Foto: DPA
Damit wolle man Breno "Sicherheit, Stabilität und vor allem eine Perspektive" bieten, teilte der Club mit. Derzeit sitzt der frühere Bundesliga-Profi des deutschen Fußball-Rekordmeisters FC Bayern München, der im Sommer wegen schwerer Brandstiftung zu drei Jahren und neun Monaten verurteilt worden war, noch in Untersuchungshaft ein. Gegen das Urteil des Landgerichts München I hatte Brenos Verteidigung Revision eingelegt. Darüber könnte der zuständige Bundesgerichtshof nach Ansicht von Brenos Anwalt Steffen Ufer im Februar oder März entscheiden.
Vor mehreren Wochen legte Ufer bereits Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht gegen die fortdauernde Untersuchungshaft seines Mandanten ein. "Es gibt keine neuen Umstände, die seine Inhaftierung gerechtfertigt hätten", sagte Ufer am Freitag der Nachrichtenagentur dpa. "Wir hoffen auf eine baldige positive Entscheidung, da die Münchner Gerichte Breno entgegen der allgemein üblichen Rechtspraxis eingesperrt haben", erklärte der Rechtsanwalt im "Münchner Merkur" weiter. Ein Gerichtssprecher bestätigte am Freitag den Eingang der Beschwerde.
Das Münchner Landgericht hatte es im Sommer als erwiesen angesehen, dass der damalige Bayern-Profi im September 2011 die von ihm angemietete Villa im Münchner Nobel-Vorort Grünwald angezündet hatte. Breno war im Alter von 18 Jahren für eine Ablösesumme von zwölf Millionen Euro als großes Abwehr-Talent nach München gekommen. In Deutschland konnte er aber nie richtig Fuß fassen.
Ziel sei die "effektivste Form" gewesen, "nicht nur dem Spieler, sondern auch seinen Angehörigen Unterstützung zu bieten", begründete der brasilianische Verein seinen ungewöhnlichen Schritt. Für den Club war Breno bereits vor seinem Wechsel an die Isar aufgelaufen. Sobald es dem Abwehrspieler möglich sei, nach Brasilien zurückzukehren, könne er im Verein seine "regelmäßigen Aktivitäten aufnehmen" und werde "entsprechend bezahlt", teilte der Verein weiter mit.
Ufer erklärte dagegen, sein Mandant habe lediglich ein Angebot seines früheren Vereins erhalten. "Er hat nichts unterschrieben und weiß auch, dass das Unsinn und kontraproduktiv wäre in jeder Hinsicht", sagte Ufer der Zeitung weiter. Das Angebot werde Breno erst annehmen, "wenn in Deutschland alles erledigt ist". Dem pflichtete Brenos Ehefrau Renata bei: Ihr Mann wolle gerne nach Brasilien zurückkehren - "aber erst wenn diese Angelegenheit völlig geklärt ist", sagte sie dem brasilianischen Portal ULO Esporte.
Angebote zur Unterstützung hatte Breno zudem nicht nur vom FC Bayern erhalten, sondern auch vom Bundesligisten 1. FC Nürnberg, bei dem der Brasilianer 2010 kurzzeitig im Einsatz war. Noch am Montag hatte "Club"-Sportvorstand Martin Bader im "Kicker" betont, der junge Brasilianer könne im Fall eines offenen Vollzugs bei den Franken trainieren. "Wir wollen dem Gericht plausibel machen, dass der Junge bei uns Fußball spielen kann", sagte Bader. Er stellte aber auch klar: "Eine Lex Breno darf es nicht geben."
Artikel vom 21.12.2012
Leserfavoriten
- Telekom Baskets 80:89 in Oldenburg - Bonn scheidet in den Play-offs aus
- 1. FC Köln Eichin: Stanislawski-Rücktritt hat nichts mit Werder zu tun
- 1. FC Köln Holger Stanislawski verlässt Geißböcke zum Saisonende
- 1. FC Köln 3:0 - Geißböcke gewinnen in Ingolstadt
- Bundesliga Düsseldorf steigt ab - Hoffenheim auf Relegationsplatz
- Von Sonntag bis Montag Wetterdienst warnt vor ergiebigem Regen in Bonn und der Region
- Ludwig-Erhard-Allee Mehrere Leichtverletzte bei Auffahrunfall
- Bonner Innenstadt Kradfahrer bei Unfall verletzt
- Wetter in Bonn und der Region Viel Regen und mäßige Temperaturen an Pfingsten
- Kurfürstenallee Nummer 6 so gut wie verkauft
- Ladkreis Neuwied Motorradfahrer prallt gegen Felswand und stirbt
- 150.000 Euro Schaden Feuer in der Altstadt von Andernach
- Neunkirchen-Seelscheid 19-Jähriger rast gegen Baum und Laterne - zwei Schwerverletzte
- Rhein-Erft-Kreis 49-Jähriger nach Streit von Auto umgefahren
- Königswinter Vorfahrt missachtet: Hoher Sachschaden
- Telekom Baskets 80:89 in Oldenburg - Bonn scheidet in den Play-offs aus
- 1. FC Köln Eichin: Stanislawski-Rücktritt hat nichts mit Werder zu tun
- 1. FC Köln 3:0 - Geißböcke gewinnen in Ingolstadt
- 1. FC Köln Holger Stanislawski verlässt Geißböcke zum Saisonende
- 1. FC Köln II Aufstiegschancen der Landesliga-Zweiten sind in Gefahr
- Kandidaten für die Nachfolge von Joachim Kardinal Meisner Von Ackermann über Bode bis Overbeck
- Proteste in Düsseldorf Hannelore Kraft schlägt Zorn der Beamten entgegen
- Assad und seine Gegner glauben nicht an Friedenskonferenz
- Alternative für Deutschland Ex-Republikaner machen sich auf den Weg
- Trauerfeier Bewegender Abschied von Peter Struck
