Nowitzki und Dallas vor dem Aus - "Bitterste Playoff-Niederlage"

Dallas · Das war's wohl für Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks. Trotz einer überragenden Leistung vom deutschen Basketball-Superstar verloren die Mavs das dritte Duell der NBA-Playoff-Serie gegen den Texas-Rivalen Houston Rockets mit 128:130 und stehen vor dem Aus.

 Rockets-Superstar James Harden (M.) zieht gegen Dirk Nowitzki (r) und Al-Farouq Aminu von den Mavericks zum Korb. Foto: Mike Stone

Rockets-Superstar James Harden (M.) zieht gegen Dirk Nowitzki (r) und Al-Farouq Aminu von den Mavericks zum Korb. Foto: Mike Stone

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Schon am Sonntag (Ortszeit) könnte das vorzeitige Saisonende für Nowitzki und Co. besiegelt sein. Dann findet die vierte Partie erneut in Dallas statt. Doch selbst wenn die Mavericks in eigener Halle auf 1:3 verkürzen sollten, spricht praktisch alles gegen sie.

Noch nie in der Geschichte der NBA hat ein Team in einer Best-of-Seven-Serie einen 0:3-Rückstand wettmachen können. Nowitzki war nach der bitteren Pleite dementsprechend frustriert. "Diese Partie gehört sicherlich zu den bittersten Playoff-Niederlagen meiner langen Karriere", meinte der Würzburger, der seine 17. Saison in der besten Basketball-Liga der Welt absolviert.

Dabei hatte Dallas auch ohne den ausgebooteten Rajon Rondo und den verletzten Chandler Parsons anders als in den ersten beiden Begegnungen dieses Mal eine tatsächliche Siegchance. Zwar gaben die Hausherren im Verlauf des Spiels wie so oft in dieser Saison eine zweistellige Führung aus der Hand. Das Team von Coach Rick Carlisle bewies aber gleichzeitig Moral und startete im Schlussviertel eine furiose Aufholjagd, als sich die Rockets angetrieben vom überragenden James Harden (42 Punkte) bereits vorentscheidend abgesetzt zu haben schienen.

Im letzten Angriff der Partie hatten die Mavs sogar die Chance auf den Sieg, zumindest aber auf die Verlängerung. Doch anstatt dem im Schlussviertel heiß gelaufenen Nowitzki den letzten Wurf zu überlassen, versuchte Monta Ellis sein Glück - und scheiterte kläglich. Der Ball berührte nach der Verzweiflungsaktion von Ellis nicht einmal den Ring des Rockets-Korbes.

Nowitzki wollte den letzten Spielzug nach der Partie trotzdem nicht kritisieren. "Im Nachhinein gehen dir eine Million Dinge durch den Kopf, die du anders hättest machen können", sagte der 36-Jährige. "Ich stelle mich oder den Coach nicht infrage. Monta ist seit zwei Jahren unser Mann für die entscheidenden Situationen. Ich denke, damit sind wir bislang ganz gut gefahren." Zudem war Ellis auch dieses Mal gut in Form und kam wie Nowitzki auf 34 Punkte.

So enttäuschend der Verlauf der Playoffs für Nowitzki bislang ist - dem Deutschen Basketball Bund würde ein frühzeitiges Aus mit Blick auf eine EM-Teilnahme des Superstars in die Karten spielen. Nowitzki hat stets seine Bereitschaft erklärt, bei der Europameisterschaft mit der Vorrunde in Berlin dabei zu sein. Allerdings hat er eine definitive Zusage immer davon abhängig gemacht, wie lang seine Saison in der NBA ist. Ein nun sehr wahrscheinlicher Erstrunden-K.o. würde ihm genügend Zeit zur Regeneration geben.

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