Montenegros Handball-Frauen erstmals Europameister

Belgrad.  Montenegros Handball-Frauen haben sich mit Nervenstärke und Leidenschaft erstmals den EM-Titel gesichert und die Siegesserie von Norwegen beendet.
Suzana Lazovic (M) aus Montenegro kommt am Kreis frei zum Wurf. Foto: Andrej Cukic
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Suzana Lazovic (M) aus Montenegro kommt am Kreis frei zum Wurf. Foto: Andrej Cukic Foto: DPA

In der Neuauflage des Olympia-Finales von London gewann der Olympia-Zweite am Sonntag in Belgrad gegen den Titelverteidiger mit 34:31 (28:28, 24:24, 12:11) nach zweimaliger Verlängerung. Für den Olympiasieger, Weltmeister und fünfmaligen Europameister Norwegen war es nach vier kontinentalen Titeln in Serie die erste Niederlage in einem EM-Endspiel seit 2002.

Platz drei hatte sich zuvor Ungarn durch einen 41:38 (33:33, 21:19)-Erfolg nach Verlängerung gegen Gastgeber Serbien gesichert. Die deutsche Mannschaft hatte die EM als Siebte beendet.

In einem Torfestival hatte sich zuvor Ungarn vor 11 000 Zuschauern den dritten Platz gesichert. Das Team um seinen Spielmacher-Star Anita Görbicz gewann das "kleine Finale" gegen Gastgeber Serbien mit 41:38 (33:33, 21:19) - ebenfalls nach Verlängerung. Die Ungarinnen hatten am Vortag mit 19:30 (11:16) gegen Norwegen verloren, Serbien mit 26:27 (14:13) gegen Montenegro den Kürzeren gezogen.

Den fünften Rang hatte sich Dänemark dank eines 32:30 (15:15) gegen den Rekord-Weltmeister Russland gesichert. Die deutsche Mannschaft hatte das Turnier nach drei Siegen, einem Unentschieden und zwei Niederlagen das beste Resultat seit dem vierten Platz im Jahr 2008 geschafft.

Lohn für den engagierten Auftritt war die Wahl von Kreisläuferin Anja Althaus vom Thüringer HC zur besten Abwehrspielerin des Turniers. Die 30-Jährige ist die einzige Deutsche, die für das Allstar-Team der EM nominiert wurde.

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