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Messi setzt Torejagd fort - Neuer Wirbel um Rekord
Von Hubert Kahl, dpa
Madrid. Der Torrekord von Gerd Müller ist längst gebrochen, aber Lionel Messi bleibt unersättlich. Beim 2:0-Sieg des FC Barcelona im Pokalspiel beim Zweitligisten FC Córdoba erzielte der Argentinier beide Tore.
Lionel Messi jubelt über sein zweites Tor gegen den FC Córdoba. Foto: Rafa Alcaide Foto: DPA
Der Weltfußballer erhöhte damit seine Trefferzahl im laufenden Kalenderjahr auf 88, drei mehr als der frühere Torjäger des FC Bayern München im Jahr 1972. Barça steht nach dem Hinspielerfolg mit einem Bein im Viertelfinale. Dagegen stolperte der Erzrivale Real Madrid beim Aufsteiger Celta de Vigo und verlor überraschend mit 1:2. "Wir werden aber trotzdem als Favoriten ins Rückspiel gehen", meinte Trainer José Mourinho.
Bei Barça bekommt man fast den Eindruck, als wäre Messi der Einzige, der für das Toreschießen zuständig ist. "La Pulga" (der Floh) wartete bereits zum 13. Mal in dieser Saison mit einem Doppelpack auf, in den vorigen beiden Spielzeiten waren es jeweils "nur" 12 gewesen. "Messi ist der König Midas des Fußballs", schwärmte das Fachblatt "Sport". "Alles was er anfasst, wird zu Gold."
Sein Torrekord sorgte derweil in der Fußballwelt für neuen Wirbel. In Brasilien kündigte der Traditionsclub Flamengo an, die Bestmarke anzufechten, weil seine Fußball-Legende Zico 1979 insgesamt 89 Treffer erzielt habe. Der Club aus Rio de Janeiro machte aber wenig später einen Rückzieher. Er musste einräumen, dass dem "weißen Pelé" die Tore nicht allein in Pflichtspielen gelungen seien. Und wenn man bei Messi die in Freundschaftsspielen erzielten Treffer ebenfalls mitzählte, stünde der Argentinier auch in dieser Bilanz besser da.
Auch in Afrika wurden Ansprüche laut. Sambias Fanverband AAFZ machte geltend, dass der nationale Fußballheld Godfrey Chitalu 107 Tore im Jahr 1972 geschossen habe. Er rief nach Angaben der spanischen Nachrichtenagentur Efe den sambischen Fußballverband auf, beim Weltverband FIFA die Anerkennung des Rekords zu beantragen. Chitalu war 1993 als Nationaltrainer mitsamt der sambischen Nationalmannschaft bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen.
Als Messi am vorigen Wochenende gefragt wurde, welches Ziel er sich nach dem Torrekord nun setze, machte der Stürmer keine großen Worte, sondern antwortete bescheiden: "Für mich hat jetzt das Pokalspiel in Córdoba Priorität." An diesen Vorsatz hielt er sich auch. Dagegen nahmen bei Real Madrid mehrere Stars die Partie in Vigo auf die leichte Schulter. "Von einigen Spielern bin ich enttäuscht", beklagte Mourinho. "Raphael Varane leistete trotz einer Verletzung mehr als einige Teamkameraden, die nicht verletzt waren." Der Franzose hatte nach einer Verletzung nicht ausgewechselt werden können, weil Mourinho das Kontingent bereits erschöpft hatte.
Artikel vom 13.12.2012
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