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Das Sportjahr 2013: Ein wenig Ruhe vor dem Sturm
Von Jens Marx, dpa
Berlin. Kein Olympia, keine Fußball-EM oder -WM. Es wird ein Übergangsjahr, langweilig wird das Sportjahr 2013 aber keineswegs. Das kommende Jahr bietet wieder reichlich Höhepunkte.
Der sportliche Höhepunkt zum Jahresanfang und -ende ist die Vierschanzentournee. Foto: Daniel Karmann Foto: DPA
Die deutschen Wintersport-Asse bringen sich für die Olympia-Premiere in Sotschi in Form. Für Joachim Löw und seine Fußball-Nationalmannschaft geht es um nichts weniger als die Qualifikation zur WM 2014 in Brasilien. Die Tour de France erlebt ihre 100. Auflage. Und in der Formel 1 kann Sebastian Vettel seine historische Titelsammlung ausbauen.
Nach der EM ist vor der WM heißt es im Fußball. Lange müssen die Fans der Nationalmannschaft nicht warten. Am 6. Februar kommt es zum Klassiker, wenn die Löw-Schützlinge in Paris gegen die wieder erstarkte französische Équipe tricolore um Bayern Münchens Dribbelgiganten Franck Ribéry antreten. Richtig ernst wird es nach dem Härtetest aber erst am 22. März: Die WM-Qualifikation geht mit der Partie in Kasachstan weiter.
Bei der Generalprobe für die WM 2014 darf die deutsche Mannschaft aber nur zuschauen: Italien als EM-Finalist und Spanien als Welt- und Europameister werden die europäischen Fahnen beim Confederations Cup vom 15. bis 30. Juni in Brasilien vertreten.
Dafür könnten die Chancen auf eine erneut deutsche Beteiligung im Finale der Champions League gut stehen. Nach dem verlorenen Endspiel vor heimischer Kulisse will es der FC Bayern diesmal besser machen und am 25. Mai - eine Woche nach dem Bundesliga-Finale und eine Woche vor dem DFB-Pokalendspiel - in London die begehrteste Vereinstrophäe endlich wieder einheimsen. Aber auch Meister Borussia Dortmund und der FC Schalke dürfen sich nach dem vorzeitigen Achtelfinal-Einzug Hoffnungen machen.
Vor heimischer Kulisse könnten Deutschlands Top-Handball-Clubs die europäische Meisterklasse gewinnen. Am 1. und 2. Juni steigt in Köln erneut das Final-Four-Turnier. Für die Nationalmannschaft wird es hingegen schon deutlich früher ernst: Das Team von Bundestrainer Martin Heuberger muss in der Handball-Hochburg Spanien bei der WM vom 11. bis 27. Januar Farbe bekennen. Auf die Basketballer wartet vom 4. bis 22. September die EM in Slowenien, wohl ohne Deutschlands Superstar Dirk Nowitzki.
Besonders heikel wird es für die Eishockey-Nationalmannschaft. Vom 7. bis 10. Februar will das Team von Pat Cortina beim Qualifikationsturnier in Bietigheim-Bissingen die Fahrkarte für die Olympischen Winterspiele 2014 im russischen Sotschi lösen. Überhaupt wird die Wintersaison zum olympischen Vorspiel. Im Biathlon kommt es dabei vom 7. bis 17. Februar im tschechischen Nove Mesto zur ersten WM seit dem Rücktritt von Olympia-Medaillensammlerin und Disziplin-Darling Magdalena Neuner.
In der Formel 1 beginnt die Zeitrechnung ohne Michael Schumacher. Schon am 5. Februar werden die Rennwagen wieder auf die Strecke fahren, wenn in Jerez die Testsaison eingeläutet wird. Am 17. März beginnt die Grand-Prix-Saison in Australien und damit die Mission Titel Nummer 4 für Sebastian Vettel. Doch auch auf zwei Rädern wollen deutsche Weltmeister wieder auf sich aufmerksam machen. Sandro Corteses geht in der zweithöchsten Klasse nach seinem WM-Titel in der Moto3 an den Start, Stefan Bradl hat sein Eingewöhnungsjahr in der MotoGP hinter sich.
Hoffentlich nur mit reiner und ungedopter Muskelkraft werden sich die Radprofis bei der Jubiläum-Ausgabe der Tour de France ins Zeug legen. Im Jahr eins nach der Aberkennung der sieben Lance-Armstrong-Siege kommt die 100. Ausgabe der nach wie vor ebenso faszinierenden wie umstrittenen Frankreich-Rundfahrt vom 29. Juni bis 21. Juli womöglich zur rechten Zeit. Die deutschen Andre Greipel und Zeitfahr-Spezialist Tony Martin hoffen, sich in die Siegerlisten der Etappen eintragen zu können.
Traditionsgemäß eröffnet wird das Sportjahr aber von den tollkühnen Jungs auf ihren langen Brettern. Die Vierschanzentournee wird wie immer das erste Highlight sein - und auch das letzte im Sportjahr 2013.
Artikel vom 31.12.2012
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