Dallas am Tiefpunkt: Pleite bei Nowitzki-Startcomeback

Dallas.  Dirk Nowitzki ist mit den Dallas Mavericks endgültig am Tiefpunkt angekommen. Beim Comeback in der Startformation seines Superstars kassierte der NBA-Meister von 2011 eine bittere 96:99-Heimniederlage nach Verlängerung gegen die New Orleans Hornets, das schwächste Team des Westens.
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Die 20 Punkte von Dirk Nowitzki (r) reichten nicht. Foto: Jim Cowsert
												Foto: DPA

Die 20 Punkte von Dirk Nowitzki (r) reichten nicht. Foto: Jim Cowsert Foto: DPA

"Es ist frustrierend, enttäuschend", sagte der Würzburger niedergeschlagen und warnte mit leiser Stimme: "Wir brauchen noch Zeit. Leider haben wir keine Zeit, weil wir so weit hinter dem achten Platz liegen." Bei sechs Siegen Rückstand auf den letzten Playoffrang und nur zwei Erfolgen aus den vergangenen zehn Partien droht der frühe Saison-K.o.

Dabei grämte sich Nowitzki mit einem weißen Handtuch über dem nackten Oberkörper vor allem über seinen vergebenen Freiwurf 18,5 Sekunden vor Schluss, mit dem er die mögliche Führung in der regulären Spielzeit verpasste. "Offensichtlich bin ich noch nicht soweit, es ist ein laufender Prozess. Besonders wenn ich 30 Minuten spiele, den Ball kurz vor Ende bekomme und etwas kreieren soll - an dem Punkt bin ich nicht", sagte er über seine Leistung mit ordentlichen 20 Punkten im siebten Spiel nach einer Knie-Operation.

Erstmals stand Nowitzki seit seiner Rückkehr wieder länger als eine halbe Stunde auf dem Feld - bekam als Topscorer seines Teams aber zu wenig Unterstützung von seinen Kollegen. Vor allem O.J. Mayo setzte seine Berg- und Talfahrt dieser Saison fort, warf bei 14 Zählern eine enttäuschende Quote von unter 30 Prozent und traf in der Verlängerung nur einen von vier Würfen. "Wir arbeiten weiter daran, dass es in die richtige Richtung geht, wir die Wende schaffen und einige dieser Siege in engen Spiele einfahren", meinte Nowitzki.

Gerade in diesen knappen Partien fehlt den Mavericks derzeit die Cleverness und ein Anführer, der Verantwortung übernimmt. Mit der zehnten Overtime-Pleite in Serie stellte Dallas den NBA-Rekord ein. "Wir sind genau da und dann machen wir einen dummen Spielzug defensiv oder offensiv. Es ist, als ob wir uns selbst sabotieren - es fühlt sich wie der Tiefpunkt an", sagte Flügelspieler Elton Brand.

Doch bei neun Partien gegen Playoff-Kandidaten alleine im Januar ist ein Ende des Absturzes trotz der Steigerung von Nowitzki momentan nicht absehbar. "Das ist eine schwere Zeit und es ist wichtig, dass alle zusammenhalten und wir uns gemeinsam da durchkämpfen", sagte Coach Rick Carlisle und verbreitete nicht viel mehr als Durchhalteparolen. So greifen die Mavericks schon zu speziellen Methoden, um die Stimmung aufzuhellen. "Genießt die Nacht, ich gehe jetzt meditieren", meinte Shawn Marion zum Abschied.

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