Fußball-Bundesliga

Bayern-Verfolger leisten sich Patzer

Düsseldorf.  Der Meister musste sich mit einem Punkt begnügen, die anderen beiden Verfolger gingen sogar vollends leer aus. Den vermeintlichen Bayern-Jägern geht langsam aber sicher die Puste aus.
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Das Tor von Jakub Blaszczykowski reichte Dortmund gegen Düsseldorf nicht zum Sieg. Foto: Kevin Kurek
											Foto: DPA

Das Tor von Jakub Blaszczykowski reichte Dortmund gegen Düsseldorf nicht zum Sieg. Foto: Kevin Kurek Foto: DPA

Double-Gewinner Dortmund büßte mit dem 1:1 gegen Bundesliga-Rückkehrer Düsseldorf zwei Punkte ein. Schalke verlor beim 1:3 in Hamburg schon das dritte Auswärtsspiel nacheinander, und der zuvor so kesse Wiederaufsteiger Frankfurt gab mit dem 1:3 im Rhein-Main-Derby gegen Mainz erstmals in dieser Saison drei Heimpunkte ab.

Der Wechsel von Erlebnis- auf Verwaltungsfußball kostete den BVB nicht nur wichtige Zähler. Die Dortmunder hatten sich Rückenwind erhofft für das Topduell am Samstag bei den Bayern. Jetzt soll die Trotzreaktion kommen. "Nach nicht so gelungenen Spielen haben wir stets eine positive Reaktion gezeigt. Das ist unser Markenzeichen", meinte BVB-Innenverteidiger Neven Subotic.

Erstaunlich: Jürgen Klopps "Mentalitätsmonster" gingen es nach anfänglicher "Totenstille", wie Fortuna-Trainer Norbert Meier das Protestschweigen der Fans für zwölf Minuten und zwölf Sekunden bezeichnete, ungewohnt emotionslos an. BVB-Kapitän Sebastian Kehl will "jetzt keine Krise draus machen".

Schalke hat eine. Das 1:3 beim HSV, der auch ohne Rafael van der Vaart gewinnen kann, war für den Champions-League-Achtelfinalisten nach dem 2:3 in Hoffenheim und dem 0:2 von Leverkusen auswärts bereits die dritte Abfuhr in Serie - mit deutlichen Erkenntnissen. "Es hat die Aggressivität gefehlt, das war ein schlechtes Spiel von uns", bekannte Schalkes Torschütze Klaas-Jan Huntelaar.

Das konnte Mainz-Trainer Thomas Tuchel von seiner Mannschaft nicht behaupten. Im Gegenteil: Die FSV-Profis agierten in Frankfurt nach dem 1:2 gegen Dortmund "mit Wut auf dem Platz" (Tuchel). Mit 20 Punkten und der gleichen Ausbeute wie Hannover nach dem 2:0 gegen Fürth und Hamburg rückte Mainz näher an den BVB (26), Schalke und Frankfurt (beide 24) heran. Tuchel sprach "ein dickes Lob" aus: "Für eine englische Woche ist so ein Auftritt alles andere als selbstverständlich."

Für Tuchels Frankfurter Gegenüber Armin Veh hat die erste Heimpleite sogar noch Spätfolgen. Beim Aufsteiger-Duell an diesem Freitag in Düsseldorf muss er auf Primin Schwegler und Carlos Zambrano verzichten, die gegen Mainz jeweils zum fünften Mal Gelb sahen und zwangsweise pausieren müssen. Julian Baumgartlinger fehlt dem FSV am Samstag in der Begegnung gegen Hannover: Der Österreicher kassierte in der Schlussphase noch die Gelb-Rote Karte.

Tristesse pur herrschte bei der SpVgg Greuther Fürth. Das 0:2 in Hannover wertete Trainer Mike Büskens als "sehr bitter und enttäuschend". Seit dem 1:0 in Mainz am zweiten Spieltag warten die Franken auf den zweiten Saisonsieg. "Mal was in der Hand zu haben, mal einen Dreier. Das wäre was", sinnierte Büskens nach dem zwölften sieglosen Spiel seines Teams in Serie.

Lediglich zehn Tore und acht Pünktchen aus 14 Spielen - aktuell hat Fürth nicht die Qualität für die erste Liga. Allein ein Blick in die Statistik macht noch Mut: Seit Einführung der Drei-Punkte-Regel (1995/1996) gab es vor den Franken fünf Vereine, die nach dem 14. Spieltag acht oder weniger Zähler auf dem Konto hatten. Drei stiegen später ab, zwei konnten sich retten.

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