Neureuther mit "Ganzkörperschmerzen" auf Rang fünf

Zagreb.  Nach der Neujahrs-Party von München war Felix Neureuther bei der zweiten Siegerehrung des Jahres nur Zuschauer.
Slalom-Ass Felix Neureuther im Stangenwald von Zagreb. Foto: Antonio Bat
							Foto: DPA
Slalom-Ass Felix Neureuther im Stangenwald von Zagreb. Foto: Antonio Bat Foto: DPA

Während das Interview von Gewinner Marcel Hirscher auf der riesigen Videoleinwand im Zielraum von Zagreb gezeigt wurde, fiel das eigene Fazit von Neureuther trotz verpassten Podiums und Rang fünf dennoch gut aus. "Nach dem Sturz ist das eigentlich eine sehr gute Platzierung", sagte der Partenkirchener Skirennfahrer, der im Training gestürzt war. "Ich hatte Ganzkörperschmerzen und vom Kopf her ist es nach so einem Crash auch nicht so einfach."

Der Österreicher Hirscher baute am Sonntag vor 17 000 Zuschauern nicht nur seine Führung im Disziplin-Weltcup auf Neureuther aus, sondern übernahm auch Platz eins im Gesamtklassement. Den Tagessieg holte er sich vor Andre Myhrer (Schweden) und Landsmann Mario Matt.

Zwei Tage nach dem Flutlicht-Auftritt der Slalom-Damen mit Maria Höfl-Riesch auf Rang sechs als beste Deutsche hofften auch die deutschen Alpin-Herren vergeblich auf den fünften Stockerl-Rang des WM-Winters. Zwar traute Teamkollege Fritz Dopfer nach seiner Zieleinfahrt "dem Felix" nach dessen starkem Neujahrsauftritt beim Parallel-Slalom in München den nächsten Sieg zu. Doch dafür ließ Neureuther bei schwierigen Bedingungen zu viel Zeit liegen. 1,31 Sekunden fehlten auf Hirscher, 0,22 auf das Podest. "Im ersten und im zweiten Durchgang wäre ein bisserl mehr drin gewesen, aber ich habe nicht das volle Risiko genommen", haderte der 28-Jährige ein wenig.

Als Elfter fuhr Dopfer sein zweitbestes Slalom-Ergebnis der Saison ein. "Darauf kann ich aufbauen und frohen Mutes in die neuen Rennen gehen", befand der Garmischer.

Bei den Damen hatte es dagegen beim Erfolg der erst 17-jährigen Amerikanerin Mikaela Shiffrin keine weitere deutsche Top-15-Platzierung gegeben. "Aber es wird wieder Rennen geben, wo es wieder besser wird", sagte Alpin-Direktor Wolfgang Maier. Für die Damen stehen in St. Anton die ersten Speedrennen des Jahres an, vielleicht mit Lindsey Vonn (USA) als Rückkehrerin. Die Herren kämpfen in Adelboden in der Schweiz um Punkte in Slalom und Riesenslalom.

Erst einmal freute sich Neureuther aber auf die heilenden Hände seiner Mediziner in Bayern. "Es tut gut nach Hause zu kommen und sich gut behandeln zu lassen", betonte der dreimalige Weltcup-Sieger, der in der Vorbereitung auf das Rennen in der kroatischen Hauptstadt einen "ziemlich heftigen Abflug" im Training erlebt hatte. "Sein Sturz hat sehr wild ausgesehen", bekannte Hirscher. In Zagreb war Neureuther daher mit Prellungen an den Start gegangen und hatte sich im ersten Lauf erst einmal herantasten müssen. "Jetzt weiß ich, dass es hält", lautete sein Fazit nach Rang sieben nach dem ersten Durchgang. Da war der Weltcup für Dominik Stehle als 33. und Stefan Luitz auf Rang 37 schon vorbei.

In Adelboden will Neureuther wieder fit sein, auch Höfl-Riesch versprach "weiterzukämpfen" - und hat dabei bald wohl auch die Dauerkonkurrentin der vergangenen Jahre als Gegnerin. Denn für die ersten Speedrennen des Jahres zeichnet sich eine Rückkehr von Vonn ab. Die viermalige Gesamtweltcupsiegerin meldete sich nach einer Weltcup-Pause wieder im Schneetraining Europa zurück."Es fühlt sich großartig an, zurück zu sein und ich kann es kaum erwarten, wieder Rennen zu fahren", erklärte die 28-Jährige.

Abo-Bestellung
Telekom Baskets Bonn 1. FC Köln Kölner Haie Bayer Leverkusen Vereine

Leserfavoriten

Anzeige

Folgen Sie uns auf Google+