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Oscar Pistorius
Staatsanwaltschaft erhebt Mordanklage
dpa
Pretoria. Die Staatsanwaltschaft klagt den Paralympics-Star Oscar Pistorius wegen Mordes an seiner Freundin an. Das südafrikanische Sportidol bleibt weiter in Haft. Er wirkt vor Gericht schwer angeschlagen.
Vor Gericht: Paralympics-Sieger Oscar Pistorius. Foto: dpa
Die Staatsanwaltschaft hat gegen den Paralympics-Sieger Oscar Pistorius vor Gericht in Pretoria Mordanklage erhoben. Die Anklagebehörde warf dem Profisportler am Freitag vor, seine Freundin Reeva Steenkamp (29) vorsätzlich erschossen zu haben. Das Gericht wollte zunächst weder über die Mordanklage noch über die Frage entscheiden, ob Pistorius gegen eine Kaution aus der Polizeihaft entlassen werden könnte. Das hatte sein Anwalt, Kenny Oldwage, beantragt. Die Verhandlung wurde auf Dienstag vertagt.
Staatsanwaltschaft und Verteidigung stimmten überein, dass die polizeilichen Untersuchungen in dem Fall noch nicht abgeschlossen seien. Pistorius soll weiter in Polizeigewahrsam bleiben. Dort befindet sich der 26-Jährige seit den tödlichen Schüssen auf seine Freundin in der Nacht zum Donnerstag.
Pistorius war am Freitagvormittag mit Tränen in den Augen zu der ersten Anhörung vor Gericht erschienen. Der Profisportler trug einen dunkelblauen Anzug und hatte sein Gesicht mit einer Jacke verdeckt.
Pistorius war im Sommer 2012 als erster beidseitig beinamputierter Sportler auf Hightech-Karbon-Prothesen bei den Olympischen Spielen in London gestartet. Bei den Paralympics gewann der auch als "blade runner" bekannte Profi sechs Mal.
Sein Anwalt hatte am Vorabend Journalisten gesagt, sein Mandant sei aufgewühlt, aber es gehe ihm gut. Die meist sehr gut informierte Zeitung "Beeld" berichtete, Pistorius habe in der Polizeizelle bitterlich geweint.
Steenkamp war in den frühen Morgenstunden des Donnerstag von der Polizei mit Schüssen in Kopf und Arm aufgefunden worden. Die Juristin, die vor allem als Starmodel ihr Geld verdiente, starb den Angaben zufolge noch am Tatort. Pistorius soll südafrikanischen Medienberichten zufolge zugegeben haben, aus Versehen seine Freundin erschossen zu haben. Er sei irrtümlich von einem Einbrecher ausgegangen.
Artikel vom 15.02.2013
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