Eishockey

Kölner Haie verlieren gegen Augsburg

Cory Clouston ist der Cheftrainer der Kölner Haie.

Trainer Cory Clouston kann nicht zufrieden sein.

Augsburg. Die Kölner Haie verlieren ihr Auswärtsspiel gegen die Augsburg Panther mit 4:7. Torwart Justin Peters verhindert zwischenzeitlich ein höheres Ergebnis.

Mark Mahon hatte vor dem Spiel den richtigen Riecher. Als der Sportdirektor der Kölner Haie Auskunft darüber geben sollte, worauf es im Auswärtsspiel bei den Augsburg Panthern ankäme, fand der Kanadier folgende Worte: „Der Start wird für uns sehr wichtig sein, damit wir nicht wieder dem Spiel hinterher laufen müssen.“ Es blieb beim Vorhaben.

Die Kölner verpatzten den Auftakt in die Partie und unterlagen auch deshalb nach einer heftigen Berg- und Talfahrt verdient mit 4:7 (0:2, 2:3, 2:2). Die Hoffnung, dass der 3:2-Arbeitssieg am Mittwoch gegen Krefeld ein Neustart in die Saison 2017/18 der Deutsche Eishockey Liga nach der zehntägigen Deutschland Cup-Pause war, erwies sich zwei Tage später als trügerisch.

Mahon wusste genau, warum er auf den Start seiner Mannschaft zu sprechen kam. Neun Mal lagen die Haie in den bisherigen 21 Saisonspielen 0:1 zurück, acht Mal verließen sie als Verlierer das Eis. Um ein Spiel in den Griff zu bekommen, braucht es viel Scheibenbesitz und ein sicheres Aufbauspiel. Die Kölner hatten beides nicht. Die Anzahl der leichten Puckverluste im Spiel des KEC erreichte in den ersten 20 Minuten beängstigende Ausmaße. Die Augsburger wussten dies zu nutzen, obwohl sie mit der Hypothek von drei Niederlagen in Folge in die Partie gegangen waren. Schon nach 3:17 Minuten sorgte T.J. Trevalyan nach einem KEC-Abspielfehler für die Führung. Beim 2:0 von Mark Cundari (17.) leistete Philip Gogulla im eigenen Drittel keine Gegenwehr.

Das Team von Trainer Cory Clouston, der kurzfristig auf Alexander Sulzer und Jean-Farncois Boucher verzichten musste, dafür aber T.J. Mulock wieder aufbieten konnte, hätte trotz einer guten Chance für den Ex-Panther Ben Hanowski (10.) noch höher zurückliegen müssen. Der gut aufgelegte Torwart Justin Peters wusste dies zu verhindern.

Es war bezeichnend, dass die Partie für den besten Kölner trotzdem nach 27:02 gespielten Minuten beendet war. Nach zwei weiteren Augsburgern Treffern durch Cundari (26.) und Trevor Parkes in Überzahl (28.) nahm Clouston den Kanadier vom Eis. Peters Nachfolger Daniar Dshunussow kassierte gleich das 0:5 durch Drew Leblanc (31.).

Als es anfing, peinlich für den achtfachen Meister zu werden, verkürzten der Ex-Augsburger Justin Shugg (36.) und Felix Schütz in Überzahl (37.) innerhalb von 52 Sekunden auf 2:5. Zwei Treffer, die Auftrieb gaben und ein wildes Schlussdrittel einleiteten. Die Kölner zeigten nun alles, was sie vorher hatten vermissen lassen. Ryan Jones verkürzte auf 3:5 (46.), dann erhob sich Gogulla mit dem 4:5 und seinem 177. Treffer (49.) für Köln zum alleinigen Rekordtorschützen der Haie.

Es roch nach Ausgleich, doch Köln fiel in seine Fehler zurück, so dass Augsburg durch Treffer von Michael Davies (50.) und Daniel Schmölz (56.) in der Tabelle den Anschluss an die kriselnden Haie schaffte. Schon am Sonntag geht es für den KEC weiter. Meister RB München kommt dann in die Lanxess Arena (17 Uhr)

Köln: Peters (28. Dshunussow), Ehrhoff, Müller; Zerressen, Lalonde; Eriksson, Tiffels; Gogulla, B. Jones, R. Jones; Hanowski, Schütz, Shugg; Uvira, Hospelt, Krämmer; Dumont, Mulock, Latta. – SR.: Andersson/Hoppe. – Zuschauer: . – Tore: 1:0 Trevelyan (3:17), 2:0 Cundari (16:49), 3:0 Cundari (25:22), 4:0 Parkes (27:02/PP1),5:0 LeBlanc (30:59), 5:1 Shugg (35:53/R. Jones), 5:2 Schütz (36:45/Shugg, PP1), 5:3 R. Jones (45:48/Hospelt),5:4 Gogulla (48:33/Schütz), 6:4 Davies (49:37), 7:4 Schmölz (55:44), – Strafminuten: Augsburg 6; Köln 10.