Deutsche Eishockey Liga

Kölner Haie gewinnen 4:0 gegen die Eisbären Berlin

Sein erstes Tor für die Kölner Haie erzielte gegen Augsburg Alexander Oblinger (r.).

Tim Oblinger von den Kölner Haien schoss zwei Tore gegen die Eisbären Berlin.

Berlin. Auf der Suche nach mehr Konstanz und einem Platz unter den Top Sechs der Deutschen Eishockey Liga (DEL) haben die Kölner Haie ein fettes Ausrufezeichen gesetzt. Bei den Eisbären Berlin gewannen sie 4:0.

Trotz des erneuten Ausfalls von fünf Stammkräften düpierte das Team von Trainer Peter Draisaitl am Freitagabend die zuletzt dreimal in Folge siegreichen Eisbären Berlin und entführte vor der Saisonrekordkulisse von 13.930 Zuschauern in der Arena am Ostbahnhof mit einem überzeugenden 4:0 (3:0, 0:0, 1:0) die volle Punktzahl. Vor dem Heimspiel am Sonntag (19 Uhr, Lanxess Arena) gegen die Straubing Tigers hat der KEC mit dem Auswärtssieg im DEL-Ranking Platz fünf inne.

Nur 48 Stunden nach dem 4:1-Heimsieg gegen Nürnberg und der langen Anreise in die Hauptstadt musste Peter Draisaitl erneut auf Moritz Müller, Marcel Müller, Freddy Tiffels, Ben Hanowski und Steve Pinizzotto verzichten. Mit an Bord waren deshalb wieder Youngster Mick Köhler und Nachwuchsspieler Robin Palka. Trotz seiner beiden starken Auftritte gegen München und Nürnberg musste Hannibal Weitzmann dagegen im Tor wieder für Gustaf Wesslau Platz machen.

Die schwedische Nummer eins der Haie verlebte einen vergleichsweise ruhigen Abend. beide Teams legten in ihrem 117. DEL-Duell zwar von Beginn an ein hohes Tempo vor, präsentierten sich aber auch in der Rückwärtsbewegung sehr aufmerksam. Alexander Oblinger auf Kölner (4.) und Sean Backmann auf Berliner Seite (10.) sammelten jeweils in Überzahl die einzigen echten Torchancen. Das zweite Powerplay für die Haie brachte dann aber die Führung. Nach einem Schuss von Jason Akeson und einer Parade von Eisbären-Goalie Kevin Poulin, versenkte Oblinger die Scheibe sehenswert und artistisch aus der Luft (15.). Am 1:0 änderte auch der angeforderte Videobeweis nichts, mit dem die Schiedsrichter überprüften, ob der Schläger des Kölner Stürmers zu weit oben war.

Es sollte noch besser kommen, denn als Palka den Puck einfach mal in Richtung Berliner Tor brachte, stand Kai Hospelt goldrichtig im Weg und fälschte durch Poulins Beine zum 2:0 ab (17.). Für den 19-jährigen Palka war es der erste Scorerpunkt in seinem vierten DEL-Spiel. Als die Haie dann am Ende des ersten Drittels noch einmal in Überzahl ran durften, erhöhte Sebastian Uvira nach toller Vorarbeit von Ryan Jones sogar auf 3:0 (20.).

Die Kölner sorgten so dafür, dass die Schicht für Poulin frühzeitig beendet war. Und der Kanadier ist nicht irgendein Torwart, sondern der aktuell stärkste der Liga. 17 seiner bislang 20 absolvierten Spiele endeten mit einem Erfolg des Rekordmeisters. Zum zweiten Drittel löste ihn der 22-jährige Maximillian Franzreb ab und das war gut für die Berliner. Die Haie wussten sich nämlich noch einmal zu steigern, waren läuferisch, kämpferisch und spielerisch das bessere Team und hätten erhöhen müssen. Fabio Pfohl (22.) und Mike Zalewski (26./33.) scheiterten an Franzreb, Uvira (26.) und Felix Schütz (28.) wurden im letzten Moment geblockt. Und die Eisbären? Ein Lattenschuss von Jonas Müller (33.) – mehr kam nicht.

Nun haben die Haie in dieser Saison schon des Öfteren gut gespielt, aber zu selten konstant über die kompletten 60 Minuten. Diesmal schon: Nachdem Sean Backmann zum zweiten Mal für die Eisbären das Gestänge getroffen hatte (42.) und eine vierminütige Strafe gegen KEC-Verteidiger Dominik Tiffels ohne Folgen blieb, brachten die Gäste den Sieg souverän ins Ziel. Das lag vor allem an der hohen läuferischen Qualität bei allen Kölner Spielern und der Stärke in den Zweikämpfen. So durfte Oblinger sich noch über seinen zweiten Treffer des Abends zum 4:0 freuen (54.) und Wesslau seinen zweiten Shutout im 22. Saisonspiel feiern. „Das war eine tolle Teamleistung. Wir haben das getan, was man tun muss. Ich hoffe, wir können das auch in den nächsten Spielen bringen“, freute sich Wesslau.