3:1-Sieg gegen die Düsseldorfer EG

Kölner Haie erreichen die Pre-Playoffs

Die Haie jubeln über den 3:1-Derbysieg gegen Düsseldorf.

Die Haie jubeln über den 3:1-Derbysieg gegen Düsseldorf.

04.03.2016 Köln. Die Kölner Haie haben das rheinische Derby gegen die Düsseldorfer EG verdient mit 3:1 (0:0, 1:0, 2:1) für sich entschieden. Gleichzeitig jubelten die Kölner über Schützenhilfe der Iserlohn Roosters in Hamburg.

Wenn Kölner Iserlohner Siege bejubeln, muss schon etwas Besonderes passiert sein. Und tatsächlich: Durch das 5:2 der Iserlohn Roosters in Hamburg haben die Kölner ihr Minimalziel in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) doch noch erreicht. Weil der KEC seinerseits vor 18528 Zuschauern in der Lanxess-Arena das rheinische Derby gegen die Düsseldorfer EG verdient mit 3:1 (0:0, 1:0, 2:1) für sich entschied, hat der achtfache Meister bei fünf Punkten Vorsprung auf Hamburg und Augsburg doch noch den Weg in die Pre-Playoffs gefunden. Im letzten Spiel am Sonntag in Iserlohn geht es für die Haie nun noch um das Heimrecht für die „best-of-three“-Serie und den Gegner, der entweder Mannheim, Ingolstadt oder Straubing heißt.

Ausgerechnet in diesem so wichtigen Spiel mussten die Kölner auf ihren Stammtorwart Gustaf Wesslau verzichten. Der Schwede musste krank passen. Die Besorgnis, die sich aus dieser Personalie ergab, blieb aber bis zum Schluss unbegründet. Auch wenn Daniar Dshunussow in dieser Saison vor dem Derby erst sechs Partien für den KEC absolviert hatte, war er von der ersten Sekunde an der sichere Rückhalt, den eine Mannschaft für solche eine entscheidende Partie braucht. „Das Spiel war eine große Herausforderung für mich, weil ich zwei Monate nicht gespielt habe und es eine so entscheidende Partie war. Jetzt bin ich nur erleichtert, dass wir es geschafft haben“, sagte der KEC-Goalie.

Das 0:0 nach dem ersten Drittel war aber nicht allein Dhunussows geschuldet. Auf der anderen Seite fehlte den Haien nämlich wie so oft in dieser Saison die letzte Konsequenz vor dem Tor von Mathias Niederberger.  Hier noch ein Pass, dort noch ein Schlenker und am Ende zu wenig klare Schüsse und eben keine Tore. Übrigens auch, weil die Überzahlspiele den Haien vorkommen musste wie eine Strafe - selbst bei zwei Mann mehr wie in der 13. Minute.

Die Kölner brauchten in der Offensive dringend ein Aha-Erlebnis, das ihnen Tim Conboy zur Mitte der Partie präsentierte. Der Düsseldorfer Verteidiger leistete sich einen schlimmen Fehlpass in der eigenen Zone, mit dem Alexander Sulzer Pascal Zerressen in Position brachte. Niederberger hielt den Schuss des KEC-Stürmers zwar, gegen das entschlossene Nachsetzen von Nick Latta war er allerdings machtlos (31.).   Das 1:0 löste das unruhige und von Fehlern behaftete Derby aus seinen Fesseln. Die DEG, die noch um das Heimrecht für das Playoff-Viertelfinale ringt,  baute Druck auf, scheiterte aber an der kampfstarken Haie-Defensive und dem aufmerksamen Dshunussow. Bei einem Kölner Konter musste dann das 2:0 fallen. Alex Weiß und Dragan Umicevic fanden aber keinen Weg an Niederberger vorbei (39.).

Die Führung und der starke Dshunussow gaben den Kölnern aber die nötige Sicherheit - nun auch in Überzahl. Beim zweiten Mal mit zwei Spielern mehr fegte Aleaxander Sulzer den Puck zum 2:0 ins Tor (45.). Dafür haben die Haie den Ex-Düsseldorfer mit einem Fünfjahresvertrag ausgestattet. Als noch in der gleichen Überzahl Shawn Lalonde nach einem Traumpass von Umicevic überlegt zum 3:0 einnetzte (46.), war das 211. rheinische Derby entschieden. Daran änderte auch das 3:1 der Düsseldorfer nichts, das Bernhard Ebner in doppelter Überzahl erzielte (55.).

Köln: Dshunussow; Müller, Eriksson; Lalonde, Syvret; Sulzer, Ankert; Lüdemann; Boucher, Falk, Aslund; Gogulla, Hager, Salmonsson; Weiß, Latta, Umicevic; Ohmann, Stephens, Zerressen.

Schiedsrichter: Brüggemann/Iwert.

Zuschauer: 18528.

Tore: 1:0 Latta (30:23/Zerressen, Sulzer), 2:0 Sulzer (44:27/Latta, Umicevic, PP2)3:0 Lalonde (45:32/Umicevic, PP1), 3:1 Ebner (54:20/PP2). -

Strafminuten: Köln 10; Düsseldorf 12. (Martin Sauerborn)