Junge Sportler stehen zur Wahl

Wer wird GA-Sportler des Monats Oktober?

BONN. Als Oktober-Kandidaten stehen Sarah Liegmann, Max Müller, Nils Bullerjahn, Chiara Lück und Bradley Roper-Hubbert zur Wahl – vier Talente und ein Methusalem. Abgestimmt werden kann bis einschließlich Montag, 12. November.

16, 21, 21, 22 – die Kandidaten für die GA-Sportlerwahl des Monats Oktober sind jung, sehr jung. Einer allerdings macht den Schnitt kaputt: Bradley Roper-Hubbert, in der abgelaufenen Saison Spielertrainer der Bonn Capitals und mit 33 Jahren in diesem Kreis der Methusalem.

Nach vielen vergeblichen Anläufen, die gerne kurz vor knapp im Halbfinale endeten, führte Bradley Roper-Hubbert die Capitals in diesem Jahr endlich zur Meisterschaft. Geboren auf den Bermudas, aufgewachsen in Atlanta/ Georgia, heimisch geworden in Bonn. Vor sieben Jahren kam der Hüne in die Bundesstadt und heuerte in der Rheinaue zunächst nur als Spieler an. Für einen Spielertrainer war er damals noch zu jung. Doch die ganz Jungen konnten sich sofort an ihm orientieren. Als Roper-Hubbert nun den Meisterpokal in den Händen hielt, war das Höhe- und Endpunkt zugleich. Der Entwicklungshelfer aus der Heimat des Baseballs hört bei den Capitals auf und kehrt in die USA zurück.

Mit gerade einmal 16 Jahren ist Sarah Liegmann das Küken dieser Monatswahl. Umso erstaunlicher ist die bisherige Erfolgsgeschichte der Kickboxerin, die sie bei der WM in Athen weiterschrieb. Dort sammelte die Schülerin ihre Weltmeister-Titel sieben und acht ein und wurde zudem zweimal Vize-Weltmeisterin. Dabei hatte die WM-Vorbereitung unter keinem guten Stern gestanden. Liegmann litt lange unter einer Kapselverletzung im Daumen und konnte nur sporadisch trainieren.

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Der TuS Buisdorf ist wohl die Überraschung der aktuellen Saison in der Fußball-Bezirksliga. Der Aufsteiger aus Sank Augustin belegte Ende Oktober den siebten Tabellenplatz, fernab von jeglichen Abstiegssorgen. Ein Erfolgsgarant ist Max Müller. Der 22-jährige Angreifer ist nahezu in jedem Ligaspiel erfolgreich. In den neun Spielen in September und Oktober erzielte er gleich elf Treffer. Nur gegen den Spitzenreiter aus Wachtberg traf der Angreifer nicht. Schon in der Aufstiegssaison erzielte Müller 33 Tore in 28 Spielen. Einen Wert, den er nun – eine Klasse höher – toppen kann.

Wenn es eng wird für die Handballer TSV Bonn rrh., dann beginnt die Zeit von Nils Bullerjahn. „Er ist unser Mann für die Crunchtime“, sagt Trainer David Röhrig, „nicht nur ein Schönwetter-Handballer.“ Dabei spielt Bullerjahn schon mit 21 Jahren in der Rückraumitte. Im Oktober lenkte er das Spiel der TSV derart effizient, dass die Beueler mittlerweile alleiniger Tabellenführer sind. „Nils hat extrem viele Assists und ist auch unser torgefährlichster Spieler aus dem Feld“, lobt Röhrig den Mathe-Studenten, der im Vergleich zur vergangenen Saison einen riesigen Sprung gemacht hat.

Das trifft auch auf Chiara Lück zu. Die 21-jährige Diagonalangreiferin der SSF Fortuna Bonn ist im zweiten Jahr zur vollwertigen Drittliga-Volleyballerin gereift. Ausgebildet bei den VTV Freier Grund im Siegerland, kam Lück zum Jura-Studium nach Bonn und ist insofern eine typische Spielerin für diesen Verein: jung, aus einer unteren Liga, vielversprechend. „Chiara hat vielleicht den größten Sprung von allen gemacht“, sagt Trainer Albert Klein. Zur Erfolgsserie im Oktober mit vier Siegen in Folge trug die Linkshänderin jeweils ordentlich Punkte bei. „Und Diagonalangreiferin ist ein anspruchsvoller Job“, weiß Klein.