Kandidaten mit großem Renommee

Wer wird GA-Sportler des Monats Mai?

BONN. Die Leser des General-Anzeigers wählen ab sofort ihren Sportler des Monats Mai. Nominiert sind Luise Heim, Dario Schumacher, René Lönenbach, Maurice Wilhelm und Max Rendschmidt.

Ob Luise Heim, René Lönenbach, Max Rendschmidt, Dario Schumacher oder Maurice Wilhelm: Für die fünf Kandidaten zur Wahl zum GA-Sportler des Monats fielen im Mai 2018 wichtige Entscheidungen. Egal, was den Puls hochjagte, und egal, ob es der Kampf um Titel oder gegen den Abstieg war: Die Emotionen schlugen hohe Wellen und dürften bei der ab sofort bis zum kommenden Montag (11. Juni) laufenden Abstimmung für überdurchschnittliche Teilnahmequoten sorgen.

>>> Direkt zur Abstimmung <<<

Sämtliche Nominierte haben bereits große Namen in der Sportszene Bonns und der Rhein-Sieg-Region. Nicht zuletzt der Kanute Max Rendschmidt. Für den zweimaligen GA-Sportler des Jahres (2016 und 2017) hatte der Einerkajak-Sieg beim Heim-Weltcup in Duisburg gegen Tom Liebscher wegweisenden Charakter. Indem er den amtierenden Weltmeister schlug, sammelte Rendschmidt eine wichtige Empfehlung mit Blick auf die nächsten Olympischen Spiele. „Selbstverständlich ist es mein Traum, 2020 in Tokio auch im Einer für Deutschland antreten zu dürfen“, erklärt Rendschmidt, der neben dem Training am Olympiastützpunkt in Essen viele Paddeleinheiten auf dem Rhein bestreitet. Ausgangspunkt ist dann in der Regel das Bootshaus des BSV Blau-Weiß Rheidt. Neben dem Einerrennen gewann Rendschmidt in Duisburg Ende Mai übrigens auch mit dem deutschen Viererkajak – als Schlagmann gibt der Olympiasieger den Takt vor, wie schon 2016 beim Olympia-Goldcoup in Rio.

Luise Heim ebnete dem Bonner Badminton-Bundesligisten 1. BC Beuel den Weg ins Finale um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft. An der deutschen Einzelmeisterin lag es nicht, dass die Beueler dort dem Gastgeber und Favoriten 1. BC Bischmisheim mit 1:4 unterlagen – sie gab hundert Prozent, obwohl sie zur nächsten Saison eben zu jenem Verein wechselt, der ihr wegen seiner Nähe zum saarländischen Olympiastützpunkt bessere finanzielle Rahmenbedingungen ermöglicht. Souverän bezwang Heim in drei Sätzen (11:5, 11:7, 11:4) Natalia Perminova, die wiederum in der kommenden Saison für den Bonner Club spielen soll.

René Lönenbach war schon einmal GA-Sportler des Monats. Das liegt eineinhalb Jahre zurück – und im Dezember 2015 spielten die Handballer aus Rheinbach in der Regionalliga eine bessere Rolle. Diesmal ging es für seinen Club ums nackte Überleben in der NRW-Liga. Und der TV Rheinbach M 1883, wie die vormalige HSG Rheinbach/Wormersdorf inzwischen firmiert, hatte auch im Mai 2018 – mal wieder – zum Glück einen René Lönenbach in Topverfassung. „Das große Nervenflattern“ registrierte Trainer Trainer Karsten Bohmann-Hesse im letzten Saisonspiel seines Teams, zeigte sich aber beeindruckt von seinem Spielmacher: „René hingegen war die Ruhe selbst.“ Drei Minuten vor Ende des Krimis gegen TuSEM Essen II verwandelte er einen Strafwurf zum 27:25, eine Minute vor dem Abpfiff einen weiteren zum 28:26. Endstand: 29:27, Rheinbach bleibt drin, Essen ist abgestiegen.

Dario Schumacher ist zum zweiten Mal in Folge als Kandidat nominiert. Aus gutem Grund. Im April hatte der Mittelfeldmotor des Bonner SC mit der eingebauten Torgefahr großen Anteil am Aufschwung des Clubs. Im Mai voll᠆endete der 25-Jährige sein Werk. Seine beiden Treffer zum 2:1-Auswärtssieg bei der SG Wattenscheid bahnten am vorletzten Saisonspieltag den Weg zum Klassenerhalt. Am Ende stand Platz 13 in der Tabelle – ehrenwert für den chronisch unterfinanzierten Regionalligisten. Tragisch für Schumacher, dass er beim abschließenden 0:0 in Dortmund einen Bänderriss im Fußknöchel erlitt.

Maurice Wilhelm gehört sozusagen zum Inventar des Baseball-Bundesligisten Bonn Capitals. Seit fünf Jahren spielt der in Berlin geborene Deutsch-Amerikaner bereits bei den Caps, und ist aktuell offenbar in der Form seines Lebens. Die Experten kürten den First Baseman und Pitcher zum Spieler der Woche der Bundesliga, nachdem er in der Begegnung bei den Bremen Dockers einen perfekten Tag erwischt hatte: Zwei Homeruns und weitere Spitzenwerte wurden für ihn in den Statistiken notiert.

Insgesamt hat der 30 Jahre alte Nationalspieler in dieser Saison bereits fünfmal das „Homerun“ genannte Kunststück vollbracht, den Ball aus dem Stadion zu schlagen. Nicht zuletzt dank Wilhelm sind die Bonner in der Bundesliga-Nordgruppe noch ungeschlagen und dürfen von ihrem ersten deutschen Meistertitel träumen.