GA-Sportlerwahl

Wer wird GA-Sportler des Monats Juli?

BONN. Christian Knees, Alhassane Baldé, Konstanze Klosterhalfen, Lena Schöneborn und Falk Petersilka sind die Kandidaten im Juli. Stimmen Sie im Artikel über Ihren Favoriten ab.

Verdient haben sie es sicherlich alle, aber nur eine Athletin oder ein Athlet kann die GA-Sportlerwahl des Monats Juli gewinnen. Zur Wahl stehen dieses Mal Radprofi Christian Knees, Rennrollstuhlfahrer Alhassane Baldé, Leichtathletin Konstanze Klosterhalfen, die Fünfkämpferin Lena Schöneborn und Judoka Falk Petersilka.

Mit seinen 36 Jahren ist Christian Knees der älteste der fünf Kandidaten. Er stand bei der Tour de France im britischen Team Sky „als Bodyguard“ dem Sieger Christopher Froome zur Seite. Es war die achte Teilnahme für Knees bei der Tour de France, der mit seiner Frau in Rheinbach-Wormersdorf lebt. Radrennfahrer wie Knees sind es, die ein Champion wie Chris Froome braucht, um erfolgreich sein zu können. Der damalige „Rund um Köln“-Sieger gilt als großartiger Allrounder, der einen entscheidenden Anteil daran hatte, dass Froome seinen vierten Tour-Sieg einfahren konnte. Dabei war Knees am zweiten Tag der Tour gestürzt. Er biss aber auf die Zähne und leistete wertvolle Teamarbeit.

Ebenfalls auf Rädern erfolgreich war Alhassane Baldé: Der 31-jährige Bonner Rennrollstuhlfahrer der SSF Bonn gewann bei der Para-WM der Leichtathleten in London zwei Bronzemedaillen. Baldé holte sich sowohl über die 1500 als auch die 5000 Meter den dritten Platz. Für ihn kam dieses Edelmetall und damit verbunden sein bisher größter Karriereerfolg etwas überraschend, da er zu Saisonbeginn unter Rückenproblemen litt. Dadurch konnte Baldé mehr als zweieinhalb Monate nur alternativ auf einem Handbike trainieren. Sein Start bei der WM war zwischenzeitlich sogar gefährdet.

Wieder einmal für Aufsehen sorgte Konstanze Klosterhalfen, die bereits zur GA-Wahl im Juni nominiert war. Die 20-jährige Leichtathletin aus Königswinter-Bockeroth, die in Bonn geboren ist und an der Sporthochschule Köln studiert, präsentierte sich bei den deutschen Meisterschaften in Erfurt in grandioser Form. Auf ihrer Paradestrecke über 1500 Meter lief sie allen davon und sicherte sich in 3:59,58 Minuten den Sieg. Doch nicht nur das: Mit ihrer Zeit unterbot sie den 40 Jahren alten Meisterschaftsrekord von Jane Merrill um fast sieben Sekunden.

Ganz oben auf dem Treppchen stand im vergangenen Monat auch Lena Schöneborn: Die Olympiasiegerin im Modernen Fünfkampf glänzte mit dem Gewinn der Teameuropameisterschaft in Minsk. Die Bonnerin holte sich den Titel zusammen mit ihrer Berliner Teamkollegin Annika Schleu. Für das Duo ist es nach WM-Gold 2012 und 2016 sowie EM-Gold 2015 bereits der vierte gemeinsame Triumph in dieser Disziplin. Großartig war der Schlussspurt der 31-Jährigen, die auf der Laufstrecke trotz längerer Verletzungspause und Trainingsrückstand die Attacke ihrer russischen Kontrahentin abwehrte.

Ebenfalls zurück nach einer Verletzungspause ist Falk Petersilka. Nach dem Gewinn der U18-Weltmeisterschaft in der Gewichtsklasse bis 81 Kilogramm vor zwei Jahren musste der Athlet des 1. Godesberger Judo Clubs in 2016 wegen einer Schulterverletzung etwas kürzer treten. Nun triumphierte der Medizinstudent beim Junior Europacup in Prag in der Gewichtsklasse bis 90 Kilogramm. Im Finale bezwang Petersilka seinen slowakischen Kontrahenten Miroslav Blahusiak. Zudem wird der 19-Jährige Deutschland bei der Junioren-EM vom 15. bis 17. September in Slowenien vertreten.

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