GA-Sportlerwahl

Wer wird GA-Sportler des Monats Januar?

Bonn. Wer wird GA-Sportler des Monats Januar? Nominiert sind Basketballer Martin Breunig, Baseballer Markus Solbach, Judoka Moritz Plafky, Fechter Fabio Murru - und last but not least als einzige Frau die Volleyballerin Sarah Höckendorf.

Die Mischung macht's einmal mehr bei der Sportlerwahl des General-Anzeigers: Zwei Profis und drei Amateure stehen auf der Kandidatenliste für den Monat Januar 2019. Die Abstimmung lief bis zum Montag, 24 Uhr.

Allesamt ordnen die fünf Nominierten ihr Leben dem Sport unter. Zwei von ihnen verdienen Geld damit: Basketballprofi Martin Breunig, an dem sich die Spieler des Bonner Bundesligisten in ihrer Krise aufrichteten. Und in Zukunft auch Markus Solbach, deutscher Meister 2018 mit den Capitals, der mit der freudigen Botschaft eines Vertrages bei den Los Angeles Dodgers aus der Major League Baseball (MLB) in das neue Jahr gestartet ist.

Gut, dass Breunig da war, als es bei den Baskets nicht lief. Als Ersatz für den verletzten Stammcenter Charles Jackson steigerte sich der bei „nur“ 2,03 Meter Körperlänge für einen Mann unter den Körben sehr bewegliche Vollbartträger von Spiel zu Spiel. Avancierte zum „Mr. Zuverlässig“. Inzwischen stehen 11,5 Punkte und 4,4 Rebounds pro Einsatz von durchschnittlich 21,3 Minuten für den gebürtigen Leverkusener zu Buche – ein Topwert. Zwar verpassten die Bonner, als Breunig mit 21 Punkten seine beste Leistung bot, durch ein 87:90 in Bamberg hauchdünn das Pokalfinale, aber immerhin bleiben in der Liga die Playoffs in Reichweite.

Markus Solbach träumt inzwischen an der US-Westküste den Traum einer professionellen Karriere im Mutterland des Baseballs. Darauf hat der überragende Werfer der abgelaufenen Bundesligasaison seit Jahren hingearbeitet. Sein deutscher Meistertitel mit den Bonn Capitals machte sich gut in seiner Bewerbung für LA.

Im Frühjahrstrainingslager muss der 27-Jährige sich allerdings noch für den 40-köpfigen Dodgers-Kader empfehlen, der letztlich in der MLB zum Einsatz kommt – ansonsten sammelt er in der Minor League Spielpraxis. So oder so: Der Ruf in die beste Liga Welt ist für Solbach sein bislang größter Wurf, eine Ehre für seinen Bonner Club – und allemal ein Grund für die Nominierung zur GA-Sportlerwahl.

Den lieferten Moritz Plafky und Fabio Murru in Form von Silbermedaillen. Beide sind in klassischen olympischen Sportarten zu Hause, die in Bonn große Tradition haben. Judoka Plafky wurde Ende Januar deutscher Vizemeister. In der leichtesten Gewichtsklasse bis 60 Kilogramm fehlte dem 22-Jährigen nur ein Quäntchen Glück zum zweiten DM-Titel nach 2017.

Der gerade mal 16 Jahre alte Fechter Murru musste sich beim internationalen Nachwuchsturnier in Bratislava ebenfalls erst im Finale geschlagen geben, das der Degenspezialist gegen den Russen Kirill Gurov unglücklich mit 12:15 verlor. Murru, 2015 bereits deutscher B-Jugendmeister und danach von einer Knieverletzung gebremst, gilt als einer der ambitioniertesten Nachwuchsfechter des OFC Bonn. Nun darf Murru – ebenso wie seine Clubkollegen David Liebscher und Noah Braun im Florett – Ende Februar bei der Nachwuchs-Europameisterschaft auf die Planche.

Wie Judo und Fechten hat auch Volleyball in Bonn eine große Vergangenheit. Aktuell befinden sich die Damen der SSF Fortuna Bonn im Aufwind, belegen Platz drei in der dritten Liga. Erheblichen Anteil daran hat Sarah Höckendorf – als Prototyp einer Mannschaftsspielerin. SSF-Trainer Albert Klein nennt sie „ein Vorbild an Einsatz“. Weil sie „auf und neben dem Feld immer auch für die anderen da ist“.

Höckendorf übernimmt Verantwortung für den Spielaufbau durch präzise Annahmen, und im Angriff ist sie dank einer variablen Schlagtechnik für den gegnerischen Block schwer auszurechnen. So steuerte die 27-Jährige entscheidende Punkte zur SSF-Erfolgsserie zum Jahresauftakt bei. Sie ist Büroleiterin in einer Kanzlei, absolviert nebenher ein Studium in Wirtschaftsrecht. Eine Mischung, die bei ihr passt, wie – trotz Mehrfachbelastung – ihre Leistungen auf dem Spielfeld zeigen. Der Sport: ein Ausgleich.