GA-Sportlerwahl Wer wird GA-Sportler des Monats August?

Bonn. Rennrollstuhlfahrer Alhassane Baldé, Mittelstrecklerin Konstanze Klosterhalfen, Baseballspieler Sascha Koch, Rennkanute Max Rendschmidt oder Wildwasserrennkanute Ole Schwarz? Wer soll GA-Sportler des Monats werden?

Glänzend liest sich auch diesmal die sportliche Bilanz der fünf Kandidaten, die zur Wahl stehen. Und mit einem Glänzen in den Augen hielten drei von ihnen auch Glänzendes in Händen als Lohn für all die Anstrengungen vor und bei internationalen Wettkämpfen: Medaillen. Nicht weniger als sechs davon sammelten die Athleten aus dem Verbreitungsgebiet im August - bei Welt- und Europameisterschaften. Nominiert sind diesmal Rennrollstuhlfahrer Alhassane Baldé, Mittelstrecklerin Konstanze Klosterhalfen, Baseballspieler Sascha Koch, Rennkanute Max Rendschmidt sowie Wildwasserrennkanute Ole Schwarz.

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Von Max Rendschmidt ist man das Sammeln von Medaillen ja bereits gewohnt. Der Rennkanute hat schließlich alleine zwei goldene von den Olympischen Spielen in Rio vor zwei Jahren mit nach Bonn gebracht. Müde wird der 24-Jährige deshalb noch lange nicht, weiterhin nach sportlichen Meriten zu streben. Mehr noch: Der Polizeimeister hat den Umstieg gewagt vom Kajak-Zweier auf den -Einer - und gemeistert. Bei den Weltmeisterschaften in Portugal paddelte er über 1000 Meter auf den Silberrang, geschlagen nur vom Lokalmatadoren Fernando Pirmenta. "Das war meine erste WM im Einer", sagte er, "ich bin überglücklich." Nicht weniger euphorisch dürfte er nach dem Rennen im Vierer-Kajak gewesen sein, den er als Schlagmann sogar zur Goldmedaille führte.

Medaillen für Baldé und Schwarz

Mit Edelmetall wurde auch Alhassane Baldé dekoriert - an Gold ist der Rennrollstuhlfahrer allerdings knapp vorbeigerast. Nur wenige Hundertstel trennten den Bonner im August von seinem ersten Europameistertitel. Über die 5000 Meter musste sich Baldé bei der Para-Leichtathletik-EM in Berlin nur dem übermächtigen Marcel Hug im Endspurt geschlagen geben. Für den 32-Jährigen dennoch ein grandioser Erfolg. "Das war schon ein perfekter Start", sagte Baldé. Auch über die 1500 Meter fuhr der Sportler der SSF auf das Podest, wurde aber nach einem Einspruch der britischen Delegation disqualifiziert.

Als Liebhaber von Medaillen gab sich auch Ole Schwarz zu erkennen. Dass er beim Ritt auf dem tosenden Wasser in seinem Element ist, zeigte der Wildwasser-Kanute bei den U23-Europameisterschaften in der mazedonischen Hauptstadt Skopje. Denn besser hätte es für den Athlet vom Wassersportverein Blau-Weiß Bonn nicht laufen können: Er sammelte einen kompletten Medaillensatz. Gold gab's für den 21-Jährigen mit der Mannschaft im Canadier-Einer. Im Sprint des Canadier-Zweiers kostete ihn und seinen Partner ein winziger Fahrfehler Gold, es wurde Silber. Knapp geschlagen geben mussten sich Schwarz im Canadier-Zweier, den die Mitfavoriten als Dritter über die Ziellinie steuerten.

 

Capitals schreiben Bundesligageschichte

Kein Edelmetall in Händen hielt am Ende aller Strapazen Konstanze Klosterhalfen. Das wertete das Lauftalent aus Königswinter-Bockeroth jedoch nicht als Rückschlag in ihrer vielversprechenden Karriere. Im Gegenteil: Der vierte Platz bei der Heim-EM in Berlin nach längerer Verletzungspause stellte sie äußerst zufrieden - auch im Hinblick auf die WM im kommenden Jahr in Katar. "Ich hoffe", sagte die 21-Jährige, "dass ich dann wieder einen Schritt weiter bin." Einen Schritt weiter bedeutete für sie dann einen Platz auf dem Podest, den sie in Berlin verpasste. Dort profitierte "Koko" noch von der Disqualifikation einer Konkurrentin, die sie vom fünften auf den vierten Rang spülte. Im Rennen musste sie aber erkennen, dass der Rückstand auf die europäische Spitze nach ihren Sehnenbeschwerden in beiden Beinen noch nicht ganz aufgeholt war. Gleichwohl: "Ich denke, ich darf zufrieden sein."

40 Spiele, 40 Siege - auch diese Erfolgsbilanz hätte eine Medaille verdient: Der Bundesligist Bonn Capitals schreibt dennoch aktuell Baseballgeschichte. Vor dem Playoff-Halbfinale, das am kommenden Wochenende beginnt und in dem die Capitals auf die Legionäre aus Regensburg treffen, hat hierzulande noch kein Team diesen Wert erreicht. Eigentlich hätten alle Spieler und Spielertrainer Bradley Roper-Hubbert das Zeug, im August zum Sportler des Monats zur Wahl zu stehen. Aber es kann eben nur einen geben: Sascha Koch, erst 20 Jahre junge Institution auf dem Wurfhügel des Nordmeisters treibt die gegnerischen Schlagleute gleich reihenweise zur Verzweiflung. In bislang 103 Innings schickte Koch 149 Werfer zurück auf die Bank und ließ lediglich 52 Hits und elf Punkte zu. Sascha Koch ist damit die Zuverlässigkeit in Person und Sieggarant für die Capitals.

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