GA-Sportlerwahl

Thea Scheidl ist GA-Sportlerin des Monats Dezember

Längst in Bonn heimisch geworden: Die gebürtige Münchnerin Thea Scheidl, Spielführerin, Torjägerin und zweimalige Sportlerin des Monats.

Längst in Bonn heimisch geworden: Die gebürtige Münchnerin Thea Scheidl, Spielführerin, Torjägerin und zweimalige Sportlerin des Monats.

BONN. Thea Scheidl, Torjägerin der Hockeydamen des BTHV, ist zum zweiten Mal Sportlerin des Monats. Mit 67 Prozent der Stimmen holte sie sich den ersten Platz.

Fußballer sprechen gerne vom Doppelpack. Thea Scheidl, Kapitänin der Hockeydamen des Bonner THV, darf nun noch ein bisschen stolzer auf sich sein. Nachdem die gebürtige Münchnerin im November 2016 mit 73 Prozent der abgegebenen Stimmen schon einmal von den Leserinnen und Lesern des GA zur Sportlerin des Monats gekürt worden war, landete die 21-Jährige in der Dezemberwahl 2017 erneut auf Platz eins. Diesmal entfielen 67 Prozent der Stimmen auf Scheidl. Ebenfalls ein guter Wert. Mittelstrecklerin Konstanze Klosterhalfen und Josh Mayo von den Telekom Baskets blieben mit 16 und elf Prozent nur die Plätze zwei und drei. Langstreckler Moritz auf der Heide und Fußballer Blendi Idrizi erhielten jeweils fünf und einen Prozent der Stimmen.

„Wahnsinn“, sagt die frisch gekürte Sportlerin. „Ich bin überwältigt, erneut gewählt worden zu sein. Mein Dank gilt allen, die dieses Ergebnis möglich gemacht haben. Ganz besonders natürlich meiner Mannschaft. Der Titel ist der Lohn der vielen Stunden in der Halle, auf dem Kunstrasen oder im Kraftraum und gehört damit dem gesamten Team. Die Auszeichnung nehme ich als extra Motivation für unser großes Ziel: den Aufstieg in die 1.Bundesliga.“

Seit anderthalb Jahren Spielführerin

Auch BTHV-Damencoach Jan Henseler freut sich mit seiner Spielführerin und fühlt sich in seiner Arbeit bestätigt. „Das ist richtig toll, dass wir es als Verein und als BTHV-Damen erneut geschafft haben, in der Gunst der GA-Leser so weit vorne zu landen. Thea ist trotz ihrer erst 21 Jahre eine der erfahrensten Spielerinnen bei uns und schon seit anderthalb Jahren Spielführerin. Sie repräsentiert die Mannschaft sehr gut mit der richtigen Mischung aus Ehrgeiz, Freude, Identifikation mit dem BTHV und absoluter Leidenschaft.“

Im August 2015 fand die damals 18-Jährige ihren Weg nach Bonn. In seiner Rolle als Nachwuchscoach des Deutschen Hockeybundes wollte Henseler die talentierte Angreiferin unbedingt zum BTHV holen. An der Eliteschule des Sports in Tannenbusch machte Thea Scheidl 2016 ihr Abitur. Mittlerweile studiert die 21-Jährige in Bonn Ernährungswissenschaften. Im September 2016 begann Scheidl ein freiwilliges soziales Jahr – natürlich beim BTHV, wo auch das Jugendtraining zu ihren Aufgaben zählt. Die Münchnerin hat sich längst in Bonn akklimatisiert.

Bislang zehn Treffer in fünf Partien

Das Hockeyspielen lernte Thea Scheidl beim TuS Obermenzing. Mit der Jugendabteilung gehört der Club aus dem Westen Münchens zu den größten Hockey-Vereinen in Deutschland überhaupt. Dass die leidenschaftliche Hockeyspielerin großes Talent besitzt, ist auch den Auswahltrainern nicht entgangen. „Natürlich spielt sie sehr gut Hockey, passt aber auch als Typ perfekt in die Mannschaft“, sagt ihr Trainer. Gleich in ihrer ersten Zweitligasaison in Bonn schoss die Münchnerin die meisten Tore für den BTHV. Am Ende der ersten Hallensaison in der Regionalliga West standen für die Angreiferin 20 Treffer in zehn Spielen zu Buche. Damit verpasste Thea Scheidl die Torjägerkanone der Regionalliga nur um einen einzigen Treffer.

Auch in dieser Saison gelangen der Münchnerin in den bislang fünf Partien bereits zehn Treffer. Das bedeutet Rang zwei in der Liga und die Führung in der BTHV-internen Wertung. Die Bonnerinnen gewannen bislang alle fünf Spiele und führen die Tabelle der Regionalliga West mit drei Punkten vor dem RTHC Leverkusen an. Am kommenden Sonntag beginnt für die Lila-Weißen die Rückrunde beim DSD Düsseldorf. Thea Scheidl hat wesentlichen Anteil am Höhenflug des BTHV, der am Ende dieser Hallenrunde mit dem Aufstieg in die 1. Bundesliga enden soll. „Sie ist sehr wertvoll für das Team und wächst immer mehr in ihre Rolle als Spielführerin hinein“, lobt Henseler. Dass Thea Scheidl auch Sportlerin des Monats kann, ist spätestens jetzt ebenso unbestritten.