Fünfte Trophäe

Max Rendschmidt ist GA-Sportler des Monats Mai

Im Rennkanu und bei den Jubelsprüngen macht ihm keiner was vor: Max Rendschmidt am Bonner Rheinbogen.

Im Rennkanu und bei den Jubelsprüngen macht ihm keiner was vor: Max Rendschmidt am Bonner Rheinbogen.

BONN. Die Leser des General-Anzeigers haben den Bonner Rennkanuten Max Rendschmidt zum insgesamt fünften Mal zum GA-Sportler des Monats gewählt.

Nummer eins in der Gunst der Sportbegeisterten aus der Region? Für Max Rendschmidt ist das nichts Neues. 2015 und 2016 wurde der Rennkanute aus Bonn-Ramersdorf zum GA-Sportler des Jahres gekürt. Und jetzt, aufgrund seiner Siege im Viererkajak und im Einer beim Heim-Weltcup Ende Mai in Duisburg, haben ihn die Leser dieser Zeitung zum insgesamt fünften Mal zu ihrem Sportler des Monats gewählt. Damit ist der 24-Jährige der Rekordgewinner der seit September 2013 vom General-Anzeiger veranstalteten Abstimmung.

Für den Abonnement-Sieger ist es eine Auszeichnung ohne Abnutzungserscheinungen. „Ich freue mich immer noch wie beim ersten Mal. Schließlich stimmen die Leser jedes Mal über aktuelle Leistungen ab“, sagte Rendschmidt am Dienstag, als er von dem Ergebnis erfuhr. Und: „Insofern ist es ja sogar eine besondere Ehre, dass meine Anhänger nicht müde werden, ihr Votum für mich abzugeben. Wie jedes Mal habe ich Verwandtschaft, Freunde und Bekannte aktiviert und über die sozialen Medien für mich geworben.“ Das reichte, um Baseballer Maurice Wilhelm und Fußballer Dario Schumacher deutlich auf die Plätze zwei und drei zu verweisen.

Seinen Premierenerfolg bei der GA-Sportlerwahl hatte der Doppel-Olympiasieger von Rio de Janeiro im Mai 2015 gefeiert, im Folgemonat wurde er ebenfalls zum Sieger gekürt, in den Jahren 2016 und 2017 dann jeweils im August. Das ist der Monat, in dem regelmäßig seine Saisonhöhepunkte anstehen. „In diesem Jahr ist das die Weltmeisterschaft vom 22. bis 26. August im portugiesischen Montemor O Velho – dort werde ich im Viererkajak und im Einer antreten“, kündigt Rendschmidt an. Und ergänzt, ganz der stets positiv denkende Strahlemann: „Selbstverständlich möchte ich mit Medaillen zurückkehren.“ Bei der Europameisterschaft in Belgrad ist ihm dies am vergangenen Wochenende bereits gelungen.

 

Auch wenn es „nur“ zu EM-Silber im Viererkajak reichte – von Enttäuschung war dem ehrgeizigen Kanuten vom WSV Blau-Weiß Rheidt, der im Essener Sportinternat zum Weltklasseathleten geformt worden ist, nichts anzumerken. Nur 14 Hundertstelsekunden fehlten zu Gold. Im Einer holte er Bronze.

Eigentlich will Rendschmidt ja immer als Erster ins Ziel kommen. Wie im Duell mit dem Dresdner Tom Liebscher beim Weltcup in Duisburg, wo der Bonner sich Ende Mai mit dem Sieg auch eine wichtige Empfehlung für die Olympiateilnahme im Einer holte – für den Vierer ist er als Schlagmann praktisch gesetzt. Erstmals wird er in Portugal bei einer WM alleine im Boot sitzen.

Mit seinen Erfolgen in Duisburg hat Rendschmidt nicht nur die Weichen in Richtung Tokio 2020 gestellt – nach der WM 2019 erfolgt die Olympianominierung. Auch seinen Vermarktungsperspektiven hat der Aufstieg ins Paradeboot des Deutschen Kanu-Verbandes alles andere als geschadet. Der Bundespolizeiangestellte, der bislang nur von regionalen Partnern unterstützt wird, spürt gestiegenes Interesse aus der Wirtschaft. „Die Sponsorensuche ist weiterhin schwierig, aber es tut sich was“, äußert Rendschmidt.

Alles neu macht der Mai. Außer das Ergebnis der Sportlerwahl.