GA-Sportlerwahl

Max Rendschmidt ist GA-Sportler des Monats August

Wie schon im vergangenen Jahr ist Max Rendschmidt GA-Sportler des Monats August.

Wie schon im vergangenen Jahr ist Max Rendschmidt GA-Sportler des Monats August.

BONN. Der Kanute Max Rendschmidt ist von den GA-Lesern zum Sportler des Monats August gewählt worden. Bei der WM in Tschechien hatte der Ramersdorfer die Goldmedaille im Vierer gewonnen.

Für Max Rendschmidt ist derzeit Ruhe angesagt. Bei seiner Familie in Ramersdorf verbringt der 23-jährige Kanute ein paar trainingsfreie Tage, nachdem er bei den Weltmeisterschaften Gold im Kajak-Vierer gewonnen hat und von den anschließenden deutschen Meisterschaften in München mit insgesamt fünf Medaillen zurückgekehrt ist. „Ich entspanne gerade einfach ein bisschen bei meiner Familie“, erzählt Doppel-Olympiasieger Rendschmidt.

Statt des sonst üblichen Trainings genießt er nun die Herbstsonne auf der Terrasse oder trifft sich mit alten Freunden – Dinge, die man eben so im Urlaub macht. Auch ein Besuch auf Pützchens Markt durfte für den Beueler natürlich nicht fehlen. „Der nächste Termin ist für mich dann vom 23. bis 30. September der Champion des Jahres in Italien“, sagt Rendschmidt. Bei der von der Deutschen Sporthilfe jährlich organisierten Veranstaltung kommen Athleten aus verschiedenen Sportarten zusammen und verbringen in entspannter Atmosphäre eine gemeinsame Woche. Der abschließende Höhepunkt ist die Wahl des Champion des Jahres.

50 Prozent für Rendschmidt

Die Reise nach Apulien wird der Bundespolizist nicht nur als amtierender Weltmeister und dreifacher deutscher Meister antreten, sondern auch als GA-Sportler des Monats August. Mit exakt der Hälfte aller Leserstimmen setzte sich Rendschmidt gegen Badmintonspieler Marc Zwiebler, Leichtathletin Konstanze Klosterhalfen, Fußballer Nico Perrey und Fünfkämpferin Lena Schöneborn durch. Damit hat sich der Ramersdorfer das letzte Ticket für die Wahl zum GA-Sportler des Jahres gesichert – und kann seinen im vergangenen Jahr errungenen Titel folglich verteidigen. Damals hatte Rendschmidt nach seinem Doppel-Gold bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro ebenfalls im August triumphiert und anschließend auch den Titel als Sportler des Jahres eingeheimst.

Zwar konnte der 23-Jährige nun kein olympisches Edelmetall vorweisen, dafür aber sein insgesamt drittes WM-Gold: Bei den Titelkämpfen im tschechischen Racice paddelte er mit Tom Liebscher, Ronald Rauhe und Max Lemke über die 500-Meter-Strecke an die Spitze. „Wir sind am Start gut weggekommen, dann aber von den Spaniern überholt worden. Auf den letzten 150 Metern haben wir uns die Kraft allerdings besser aufgeteilt und sind wieder nach vorne gefahren“, hatte Rendschmidt nach dem Rennen gesagt.

Trainingslager im November

Den Schwung der WM nahm er dann zu den deutschen Meisterschaften mit: Im Vierer und Zweier über 1000 Meter sowie im Zweier über 5000 Meter holte Rendschmidt den Titel, im Zweier über 200 Meter Silber und im Vierer über 200 Meter Bronze. „Die Rennen sind so verlaufen, wie ich es mir vorgestellt habe“, sagt er. Allerdings landete Rendschmidt im Einer, auf den er sich seit diesem Jahr verstärkt konzentriert, über 1000 Meter auf dem undankbaren vierten Platz. „Bis zur 800-Meter-Marke konnte ich den zweiten Platz halten, musste im Endspurt aber noch zwei an mir vorbeiziehen lassen.“ Am Ende betrug sein Rückstand auf Sieger Tom Liebscher, der über diese Strecke auch bei der WM gewonnen hatte, knapp zwei Sekunden. Diesen Rückstand will Rendschmidt nach und nach aufholen.

Dafür stürzt sich der Kanute ab Oktober wieder ins Training: Zunächst geht es zum Bundesleistungszentrum nach Kienbaum, danach steht im November ein Trainingslager auf dem Programm. Auf sonnige Stunden auf der heimischen Terrasse in Ramersdorf muss Rendschmidt dann vorerst verzichten.