GA-Sportlerwahl

Jetzt abstimmen: Wer wird Sportler des Monats Oktober?

03.11.2015 BONN. Eine bunte Mischung aus hoffnungsvollen Talenten und jeder Menge Erfahrung bei der Wahl zum GA-Sportler des Monats Oktober. Ab sofort bis einschließlich 9. November kann abgestimmt werden - online oder formlos per E-Mail.

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Das war schon eine Menge Stress für einen jungen Mann. College erfolgreich beendet, beim NBA-Draft von den Washington Wizards ausgewählt, nach Europa zu den Telekom Baskets Bonn transferiert und zwischendurch noch Vater einer Tochter geworden: Aaron White, 23 Jahre jung, hat einen aufregenden Sommer hinter sich. Der 2,06-Meter-Hüne aus Ohio, dem Elf-Millionen-Einwohner-Bundesstaat aus dem Mittleren Westen der USA, hat sich in der neuen Heimat aber überraschend schnell akklimatisiert.

Als Rookie, also in seinem ersten Profijahr, schaffte der Power Forward gleich den Sprung in die Startformation der Baskets. Athletik, Schnelligkeit und ein breites Arsenal an offensiven "Waffen" zeichnen den Mann mit der Armspannweite von 2,12 m aus. Mit den Bonnern ist White, der in seiner Spielweise an Ex-Baskets-Idol Tony Gaffney erinnert, derzeit Überraschungszweiter der Bundesliga. Der US-Amerikaner ist einer der fünf Kandidaten der GA-Sportredaktion für die Wahl zum "Sportler des Monats Oktober".

Schlagende Argumente lieferte auch ein anderer Aktiver aus dem GA-Verbreitungsgebiet. Der Troisdorfer Schwergewichts-Boxer Roman Fress qualifizierte sich für die Weltmeisterschaft der Amateure in Katar. In Doha hatte der 21-Jährige, der mit siebeneinhalb Jahren erstmals in den Boxring stieg, allerdings das Pech, dass er nach einem Auftaktsieg in der zweiten Runde gleich auf den WM-Dritten von 2013, einen Argentinier, traf und nach Punktrichterstimmen unterlag.

Der Troisdorfer, der am Olympiastützpunkt in Heidelberg trainiert, musste seinen Traum von Olympia in Rio de Janeiro damit begraben, gilt aber als einer der deutschen Hoffnungsträger im Amateurboxen.

Sein Hand-Werk versteht auch Thomas Onnebrink wie kaum ein Zweiter in der Region. Der 22-jährige Spielmacher und Torjäger des TSV Bonn rrh. hat maßgeblichen Anteil am bemerkenswerten Aufschwung des Handball-Oberligisten in dieser Saison. Als "unersetzlich" bezeichnen die TSV-Verantwortlichen den gebürtigen Bonner, der mit 50 Toren zu den erfolgreichsten Werfern der Liga gehört. Der vierte Platz des TSV, die beste Platzierung seit dem Aufstieg 2014, ist auch ein Verdienst des wurfgewaltigen Onnebrink, der in Bonn Jura studiert.

Während White, Fress und Onnebrink noch in den Anfangsjahren ihrer sportlichen Karriere stehen, gehört Bayram Ilk zu den erfahrenen Semestern. 33 Jahre ist der Mittelrheinligafußballer des VfL Alfter alt, sein Verein würde ihm aber am liebsten einen Rentenvertrag anbieten. Der "Oldie" ist der Tor-Garant des VfL. Ilk kam im Juli 2011 vom damaligen Verbandsligisten SV Wachtberg ins Vorgebirge und trifft Jahr für Jahr in schöner Regelmäßigkeit. In dieser Saison sind es schon zehn Tore in elf Spielen, die letzten fünf Alfterer Treffer gingen allein auf das Konto des Mittelstürmers. Ilk gilt in Alfter nicht nur als herausragender Fußballer und treffsicherer Schütze, er wird auch wegen seiner vorbildlichen Einstellung geschätzt.

Laufend unterwegs - das lässt sich ohne Übertreibung über Annika Peiler sagen. Die 30-jährige Leichtathletin, die ihre Vielseitigkeit auch in der Triathlon-Mannschaft der SSF Bonn in der Bundesliga unter Beweis stellt, gehört seit Jahren zu den herausragenden Athletinnen im Kreis. Trotz ihrer Beanspruchung als Ärztin im Franziskus-Krankenhaus in Linz gewann Annika Peiler im Oktober in neuem Streckenrekord den Drachenlauf, einen höchst anspruchsvollen Berglauf über 26 Kilometer durch das Siebengebirge. Ihrem Markenzeichen, dem unwiderstehlichen Schlussspurt, war auch beim Abstieg vom Petersberg keine Gegnerin gewachsen. (Hartmut Eickenberg)