GA-Sportlerwahl

Fünf starke Kandidaten für den Januar

Bonn. Mit Franziska Moser ist erstmals eine Synchronschwimmerin bei den Kandidaten zur GA-Sportlerwahl dabei. Daneben sind drei Ballsportler und ein Sprinter nominiert.

Nun, haben Sie Ihre guten Vorsätze von Silvester auch schon längst wieder in die tiefsten Schubladen Ihres Erinnerungsvermögens gestopft? Fällt aber auch wirklich nicht leicht, nach all den Feierlichkeiten gleich im neuen Jahr die Handbremse ziehen und auf allerlei Genüsse verzichten zu müssen. Ein lästiger Kampf gegen Kalorien. Mit derlei Problemen scheinen viele Sportler der Region sich allerdings nicht herumschlagen zu müssen. Fünf starke Kandidaten haben sich für die GA-Wahl zum Sportler des Monats Januar herauskristallisiert. Sie standen auch im neuen Jahr gleich voll im Saft – und tauchten nicht unter.

Hier geht's zur Abstimmung.

Obwohl? Unter Wasser hält sich Franziska Moser während ihrer sportlichen Darbietungen längere Zeit auf. Die 18-Jährige von der SG Wago zählte schon zu den besten Synchronschwimmerinnen in NRW, nun hat sie sogar den Sprung in die Nationalmannschaft geschafft. Nach einem Schnupperlehrgang im Dezember beim Deutschen Schwimmverband (DSV), wurde sie endgültig für den Auswahlkader nominiert – auch eine Belohnung für den starken Auftritt beim DSV-Ranglistenturnier Ende Januar. „Franziska ist sehr ehrgeizig“, berichtet ihre Heimtrainerin Tatiana Reich, „sie hat in den vergangenen zwei Jahren enorme Fortschritte gemacht.“

Moser ist so etwas wie die Exotin unter den Nominierten, die bei der Ausübung ihrer Sportarten ansonsten festen Boden unter den Füßen bevorzugen. Wie Luise Heim. Die Einzelspielerin des Badminton-Bundesligisten 1. BC Beuel gewann im Januar drei ihrer vier Spiele und musste sich lediglich Olga Konon, Spitzenspielerin des amtierenden Meisters 1. BC Bischmisheim, geschlagen geben. Höhepunkt dabei war ihr Erfolg in fünf Sätzen über Yvonne Li, der den Beuelern den wichtigen Sieg im Playoff-Kampf gegen Lüdinghausen sicherte. Obwohl erst 20 Jahre alt, hat sich Heim als deutsche Spitzenspielerin etabliert. Sollte sie sich weiterhin so entwickeln wie zuletzt, ist eine Teilnahme an den Olympischen Spielen 2020 in Tokio sehr wahrscheinlich.

Auch Aaron Nelson benötigt Wasser höchstens nach seinen Partien – unter der Dusche. Der US-Basketballer gilt als Topspieler der Dragons Rhöndorf. Zudem ist der 2,03 Meter große Center der zweiterfolgreichste Akteur der Zweiten Bundesliga, mit 23,4 Punkten und 12,7 Rebounds im Schnitt pro Spiel. Beim wichtigen Sieg im Januar gegen Leipzig steuerte er stolze 28 Punkte und elf Rebounds bei.

Auf der Laufbahn zu Hause ist Lennart Kolberg von der LG Kreis Ahrweiler. Und das überaus erfolgreich. Seine Bestzeit über 100 Meter liegt bei 10,96 Sekunden. Gerade ist der 18-Jährige über die 60-Meter-Distanz zum U 20-Titel bei den Rheinland-Pfalz Hallenmeisterschaften in Ludwigshafen gesprintet. Auch der Erfolg über 200 Meter wäre möglich gewesen. Doch Kolberg verzichtete auf die Wiederholung dieses Laufes. Die war notwendig geworden, weil im ersten Lauf die Zeitmessung defekt war. Die Strapazen für das Sprinttalent wären bei seinem üppigen Programm zu groß gewesen.

Auch Jean-Davide Koch rennt, will dabei auf einen Hockeyschläger aber nicht verzichten. Selbst nach dem Training beschäftigt sich der 25-Jährige mit seinem Sport, studiert eigene Spielzüge und den kommenden Gegner. Koch, gebürtiger Bonner, war schon einmal GA-Sportler des Monats. Er spielt von Kindesbeinen an für den Oberligisten HTC Schwarz-Weiß Bonn. „Und das mit Leib und Seele“, sagt HTC-Trainer Thomas Wiening über den Jura-Studenten. Koch hat mit seinen bislang 13 Treffern wesentlichen Anteil daran, dass der HTC nur noch einen Sieg benötigt, um in die 2. Hallen-Regionalliga aufzusteigen. Im vorentscheidenden Spiel gegen Aachen steuerte er jüngst drei Tore bei.