SC Bad Neuenahr

Unter neuem Namen gegen Bayern München II in die Rückrunde

Im Hinspiel musste sich Bad Neuenahr um Fatbardha Sekiraca 0:2 geschlagen geben.

BAD NEUENAHR. Nachdem der DFB dem SC 13 Bad Neuenahr am 9. Januar auch offiziell die Zulassung für die 2. Frauenfußball-Bundesliga Süd erteilt hat, startet der Club am kommenden Sonntag beim FC Bayern München II (11 Uhr) nun unter neuem Namen in die zweite Saisonhälfte. Für das Unternehmen "Klassenerhalt" hat sich der Verein mit vier Neuzugängen verstärkt.

Bereits vor der Winterpause hatte sich die Japanerin Yuko Aizawa dem SC 13 angeschlossen. Die 27-Jährige kam über die Sporthochschule Köln nach Bad Neuenahr und spielte bisher in japanischen Collegeteams. Darüber hinaus kehrt Arzu Teke zum Kurstadtclub zurück.

Die 28-jährige Mittelfeldakteurin spielte bereits in der Jugend für den SC 07 und brachte es von 2001 bis 2003 auf acht Bundesligaspiele, bevor sie in den Folgejahren bei unterklassigen Vereinen kickte. Vom polnischen Erstligisten Górnik Zabrze wechselt die Defensivspezialistin Magdalena Konopka an die Ahr. Die 20-jährige lettische Nationaltorhüterin Enija Anna Vaivode kommt vom finnischen Club Gamlakarleby Bollklubb Kokkola.

Zudem hat Trainer Carsten Beschorner die 18-jährige Abwehrspielerin Johanna Kuhn vom Regionalligateam in den Kader der Ersten berufen. Und nachdem Maren Weingarz ihre Abiturprüfungen hinter sich gebracht hat, ist auch sie wieder zur Mannschaft gestoßen.

"Die Neuen haben in der Vorbereitung einen guten Eindruck hinterlassen, so dass ich davon überzeugt bin, dass sie uns weiterhelfen werden", sagt der Coach. Insbesondere der Konkurrenzkampf der beiden Torhüterinnen habe beide weitergebracht. In den Testspielen haben Elena Bläser und die 1,80 Meter große Lettin jeweils eine Halbzeit auf dem Platz gestanden.

Wer von den beiden Spielerinnen in München zwischen den Pfosten stehen wird, stehe noch nicht fest. Insgesamt, so Beschorner, benötigten die Neuen wohl noch einige Zeit, bis sie ihr Leistungspotenzial optimal entfalten könnten.

"Die Mannschaft hat nicht mehr viel mit der zu tun, die das Hinspiel gegen die Bayern 0:2 verloren hat", ist sich der Trainer sicher. So hätte das Team in der Vorbereitung einen großen Schritt nach vorne gemacht.

"Wir sind in der Defensive stabiler geworden, haben unser Offensivspiel verbessert und haben im letzten Testspiel gegen die Reserve des 1. FC Köln gezeigt, dass wir in der Lage sind, 90 Minuten Power-Fußball zu spielen", führt Beschorner aus. So fahre man gestärkt und sicher nicht chancenlos nach München. Immerhin hat der Tabellenfünfte am vergangenen Samstag sein Nachholspiel gegen den 1. FC Köln auf heimischem Platz mit 0:4 verloren.

Trotz der Neuzugänge wird der SC 13 die Reise nach München mit einem recht dünnen Kader antreten. So wird neben der Langzeitverletzten Isabelle Hüls und der an einem Bänderriss im rechten Sprunggelenk laborierenden Franziska Wendel auch Maren Weingarz ausfallen, die sich im Vorbereitungsspiel gegen Köln eine Knieverletzung zugezogen hat.

Neugründung des SC 13

Nach der Insolvenz des SC 07 Bad Neuenahr und dem damit verbundenen Zwangsabstieg in die 2. Frauenfußball-Bundesliga ist es dem Verein in Zusammenarbeit mit Insolvenzverwalter Thomas Steger aus St. Augustin gelungen, die Sanierung in der sogenannten "übertragenden" Form zu realisieren. Voraussetzung dafür war die Neugründung eines Vereins, der den kompletten Sportbetrieb des SC 07 übernimmt.