Fußball-Mittelrheinliga

Mertener Unmut nach spätem Gegentor gegen Wesseling

Sprach beim Ausgleich von einer Fehlentscheidung des Schiedsrichters: Mertens Trainer Frank Pleimes.

Sprach beim Ausgleich von einer Fehlentscheidung des Schiedsrichters: Mertens Trainer Frank Pleimes.

Bonn. SSV kassiert den 1:1-Ausgleich gegen Wesseling in der dritten Minute der Nachspielzeit. Trainer Pleimes moniert dabei eine Abseitsstellung.

Frank Pleimes hat sich immer im Griff. Selbst der Treffer der Spvg. Wesseling-Urfeld in der dritten Minute der Nachspielzeit brachte den Trainer des FußballMittelrheinligisten SSV Merten nicht aus der Fassung. Dabei wäre beim 1:1 (0:0) im Derby gegen die Mannschaft von Trainer Josef Farkas der eine oder andere Trainerkollege aus dem Sattel gegangen.

Schon der Zeitpunkt darf aus Sicht der Gastgeber als unglücklich bezeichnet werden. „Das Tor war eindeutig abseits“, sagte Pleimes. „Schade, dass uns durch eine derartige Fehlentscheidung der fast sichere Dreier aus den Händen gerissen wird.“ So aber durfte Wesselings Benedikt Seeger nach bangem Blick Richtung Schiedsrichterassistent zum Jubeln abdrehen.

In den 90 Minuten vor knapp 300 Zuschauern am Mertener Rüttersweg schien lange alles auf ein Remis hinauszulaufen. Dabei hatten die Hausherren in der 9. Minute noch die größte Chance des Spiels, als Shinsuke Hori frei vor dem Tor an Wesselings Schlussmann Jörg Gräber scheiterte. Chancen blieben im weiteren Verlauf der Partie auf beiden Seiten Mangelware.

Bis zur 76. Minute. Da flankte Jeancy Esamangua auf Takahiro Higa, der per Kopf aus kurzer Distanz nur den Pfosten traf. Nutznießer des Abprallers war schließlich Ahmet Smajli, der zur Mertener 1:0-Führung einschob. „Auch wenn wir die Chancen nicht am Fließband produziert haben, war die Führung allemal verdient“, meinte Pleimes. Und als alle schon den Jubel über den ersten Dreier der noch jungen Saison auf den Lippen hatten, machten eben Seeger und das Unparteiischen-Trio dem Aufsteiger doch noch einen dicken Strich durch die Rechnung.

SSV Merten: Bültena, Pauls, Schmitz, Carell, Zarbo, Schmidt, Hori (87. Halfen), Guié-Mien, Higa, Ak (62. Smajli) , Julian (73. Esamangua).