Fußball-Mittelrheinliga

Lokalderby zwischen Alfter und Merten

Wegen der fünften gelben Karte gesperrt: David Greulich (rechts) verpasst das Derby.

Wegen der fünften gelben Karte gesperrt: David Greulich (rechts) verpasst das Derby.

ALFTER. Zum Vorgebirgsderby der Mittelrheinliga trifft der VfL Alfter auf den SSV Merten. Trotz jüngster Erfolgsserie spricht man in Alfter nicht von einer Wende.

In den vergangenen drei Spielen hat sich der Fußball-Mittelrheinligist VfL Alfter sieben Zähler erkämpft und nach dem jüngsten 2:1-Erfolg im Nachholspiel gegen den SV Bergisch Gladbach endlich die Abstiegsränge verlassen. Also alles eitel Sonnenschein? Mitnichten. Vor dem Derby gegen den wiedererstarkten Aufsteiger SSV Merten (14.30 Uhr, Strangheidgesweg) traut man sich beim VfL nicht, von einer Wende zu sprechen.

Das liegt zuvorderst an der Tatsache, dass sich die Alfterer noch zu launisch präsentieren. „Ich dachte ich wäre im falschen Film“, wiederfuhr es Trainer Hermann-Josef Werres ob der extrem schwachen ersten Halbzeit gegen Gladbach. Die „ärmste Sau“ auf den Platz war derjenige, der gerade am Ball war – allerdings wollte den Ball auch kaum jemand haben. Glück für Alfter, dass es zur Pause nur 0:1 stand. Anschließend jedoch kämpfte sich die Werres-Elf wieder ins Spiel. Ein Team – zwei Gesichter. „Unser Glück haben wir jetzt wohl aufgebraucht. Wir müssen uns gegen Merten über neunzig Minuten steigern. Denn der SSV kommt mit voller Kapelle und breiter Brust“, ist Werres bewusst. Dazu sind erhebliche Personalumstellungen erforderlich, da allein drei Spieler aus dem zentralen Mittelfeld gesperrt zuschauen müssen. Während sich Denis Strompen und David Greulich am Mittwoch ihre fünfte gelbe Karte abholten, disqualifizierte sich Ersatzspieler Ioannis Foukis selbst, nachdem er nach zu heftigen Protesten vom Schiedsrichter die Ampelkarte sah. Fraglich ist zudem der Einsatz von Routinier Andreas Dick.

Ruhige Lage in Merten

Auf Seiten des SSV Merten geht es nach zuletzt zwei Siegen in Folge trotz der immer noch prekären Lage ruhiger zu. Nachdem sich die sportliche Leitung komplett neu aufgestellt hat, scheint der Funke des Aufbruchs auch auf die Mannschaft übergesprungen. „Es weht ein frischer Wind durch die Truppe“, sagte jüngst SSV-Kapitän Michael Pauls. Zudem lichtet sich das Lazarett und dadurch ist der Konkurrenzkampf wieder gegeben.

„Wir wissen, was am Sonntag auf dem Spiel steht. Aber wir sind gut drauf“, sagt SSV-Coach Alex Halfen und erwartet ein enges Spiel. Darüber hinaus fand der neue Coach in den Archiven eine weitere Motivationshilfe: Merten hat seit 2009 in Alfter nicht mehr gewonnen.