Kohler wird Trainer in Alfter

Ein Weltmeister am Strangheidgesweg

Alfter. Nach der Trennung von Trainer Heinz-Joachim Schmickler präsentierte der VfL Alfter nun einen Weltmeister als neuen Coach: Jürgen Kohler übernimmt den VfL Alfter. Deniz Bakir wird Assistenztrainer.

Nur knapp zwei Wochen nach der Trennung von Trainer Heinz-Joachim Schmickler präsentiert Fußball-Mittelrheinligist VfL Alfter einen namhaften Nachfolger. Für die  kommende Spielzeit verpflichtete der Verein aus dem Vorgebirge keinen geringeren als den Weltmeister, Europameister, Champions-League-Sieger Jürgen Kohler (50).

„Für uns ist eine große Ehre, dass Jürgen Kohler zugesagt hat“, freute sich VfL-Vorsitzender Uwe Emons über die Verpflichtung. Kohler, der derzeit noch mit dem Rheinland-Oberligisten SC Hauenstein um den Regionalligaaufstieg kämpft, unterschrieb einen Einjahresvertrag. Die Suche führte relativ schnell auf die Spur des Weltmeisters vom 1990.

Emons: „Wir haben zunächst den Trainermarkt sondiert. Dann fragte ich mich was mit Jürgen Kohler wäre. Ich habe ihn einfach mal angerufen und gefragt, ob er sich Alfter vorstellen könnte. Er zeigte Interesse und so kam eins zum anderen“. Der ehemalige Nationalspieler bringt mit Deniz Bakir einen guten Bekannten mit, der als Assistenztrainer fungieren wird. „Deniz kenne ich schon sehr lange. Wir verstehen uns menschlich sehr gut“, regte Jürgen Kohler die Zusammenarbeit an.

Bakir, der ebenfalls die Fußballlehrerlizenz besitzt, trainiert derzeit noch den Bezirksligisten Rot-Weiß Merl. Beide arbeiteten vor einigen Jahren beim Regionalligaaufsteiger Bonner SC zusammen. Während Bakir die damalige Landesligaelf betreute, war Kohler Chef der A-Jugend-Bundesliga-Mannschaft.

„Wir wollten immer mal etwas zusammen machen“, freut sich Deniz Bakir auf die zukünftige Zusammenarbeit: Für Jürgen Kohler, der beruflich viel unterwegs ist, war es wichtig einen Vertrauten an seiner Seite zu haben. Vom bisherigen Kader werden in der neuen Spielzeit Torwart Tim Rudersdorf (FC Hennef), Fabian Heinen (TV Herkenrath), sowie Thorsten Bung (Karriereende) nicht mehr zum Kader gehören, wie der VfL-Vorsitzende bestätigte.

Bei dem abwanderungswilligen Mittelfeldspieler Cenk Durgun und Burim Mehmeti habe man die Hoffnung auf einen Verbleib noch nicht aufgegeben, so Emons. Mory Konate hingegen habe – sofern nicht noch  keine Anfrage eines höherklassiger Vereins ins Haus flattert – für eine weitere Spielzeit zugesagt.