Tätlichkeiten gegen Schiedsrichter

Drastische Strafen für Spieler des 1. FC Rheinbach

BONN. Die Kreisliga-A-Partie zwischen Lessenich und Rheinbach endete im April mit einem Eklat. Unter anderem wurde ein Linenrichter K.o. geschlagen. Jetzt fällte das Kreis-Sportgericht ein Urteil.

Zwei Spieltage vor Saisonende wurde auch sportgerichtlich Klarheit in der Fußball-Kreisliga A geschaffen. Im Verfahren um den Spielabbruch bei der Partie FC RW Lessenich gegen 1. FC Rheinbach fällte das Kreis-Sportgericht aufgrund übereinstimmender Aussagen des Schiedsrichtergespanns sowie der Lessenicher Spieler und Trainer folgendes Urteil:

  • Drei Jahre Sperre für den Torwart des FC Rheinbach, der zugab, den Schiedsrichter-Assistenten von hinten geschlagen zu haben, woraufhin dieser K.o. ging.
  • Zwei Jahre Sperre für einen Rheinbacher Spieler, dem eine Tätlichkeit gegen den Schiedsrichter zur Last gelegt wurde. Der Spieler beteuerte indes, niemanden geschlagen zu haben.
  • Ein Jahr Sperre für einen weiteren Rheinbacher Spieler, der eingeräumt hatte, dem Schiedsrichter eine Ohrfeige versetzt zu haben
  • Alle Spiele des FC Rheinbach bis zu dieser Partie bleiben in der Wertung. Das Spiel Lessenich - Rheinbach wird mit 2:0 für Lessenich, die restlichen Spiele bis zum Saisonende für die Rheinbacher Gegner gewertet.
  • Das abgesetzte Spiel vom vergangenen Sonntag zwischen Lessenich und Ennert-Küdinghoven wird am 6. oder 8. Juni nachgeholt.

Der Vorstand des 1. FC Rheinbach entschuldigte sich, ebenso wie die Spieler, für das Geschehene. Als Konsequenz wird in der kommenden Saison keine Mannschaft des FC Rheinbach für den Spielbetrieb in der B-Liga gemeldet. Rheinbachs Trainer will gegen das Urteil Berufung einlegen, da aus seiner Sicht „die Urteile und das Strafmaß ungerecht und unverhältnismäßig“ ausgefallen seien.

In der Tabelle bleibt Lessenich mit nunmehr 42 Punkten auf Platz sieben, Altendorf-Ersdorf klettert auf Platz acht (jetzt 36 Punkte), Roleber rückt mit 29 Punkten vor auf Platz elf und Volmershoven-Heidgen bekommt ebenfalls drei Zähler zugesprochen und hat nun 27 Punkte. Damit ist Hersel bei nur noch einem ausstehenden Spiel ebenso abgestiegen wie Rheinbach und die Merzbacher, die bereits in der Winterpause zurückgezogen haben.

Der vorletzte Spieltag steht im Zeichen des Topspiels zwischen Salia Sechtem und RW Merl. Während die Gastgeber mit zwei Punkten Rückstand unter Siegzwang stehen, könnte Merl bereits ein Unentschieden zur Meisterschaft und zur Rückkehr in die Bezirksliga reichen.