Die Bonner retten und dann zurück nach Köln

<b>Mit Riesenschritten </b>zum Klassenerhalt: Richard Osei und der BSC können mit einem Sieg morgen fast alle Zweifel beseitigen.

<b>Mit Riesenschritten </b>zum Klassenerhalt: Richard Osei und der BSC können mit einem Sieg morgen fast alle Zweifel beseitigen.

BSC-Interimscoach Wolfgang Homberg wird sich nach der Saison wieder verabschieden - Morgen kommen Aachens Fußball-Amateure in den Sportpark - Nana Amaniampong als positives Beispiel

Bonn. Wolfgang Homberg ist auf den Geschmack gekommen. Aber das nicht erst seit Sonntag. "Das 4:0 gegen Yurdumspor ist für mich mit Sicherheit kein Anlass, mich als erfolgreichen Trainer zu fühlen", sagt der 36-Jährige. Dafür habe seine Mannschaft vor allem in Hälfte eins viel zu undiszipliniert agiert. "Gegen Aachen hätte diese Leistung mit Sicherheit nicht gereicht", ist sich der Interims- und nun neue Erfolgscoach des Bonner SC ziemlich sicher.

Heißt für Homberg, dass seine Fußballer morgen um 19 Uhr (Sportpark Nord) im Oberliga-Nachholspiel gegen die Amateure von Alemannia Aachen erheblich zulegen müssen, um das Thema Abstieg endgültig zu den Akten zu legen.

Taktische Disziplinlosigkeiten sind dem Ex-Profi ein Gräuel. "Manche wollen eben immer die erste Geige spielen. Dabei waren die Aufgaben klar verteilt", meinte Homberg. "Wer sich nicht daran hält, muss eben mit Konsequenzen rechnen." Siehe Tobias Roth, der laut Trainer seine Abwehraufgaben in der Viererkette sträflich vernachlässigte und dafür frühzeitig in die Kabine musste. Oder Mike Holtheuer, dessen offensichtliche Lustlosigkeit ebenfalls geahndet wurde.

"Noch sind wir nicht aus dem Schneider", warnt der Nachfolger von Andrzej Rudy trotz des Sechs-Punkte-Polsters zum Tabellenende. "Und für den Klassenerhalt darf und muss ich Leistung verlangen." Schließlich gebe es ja auch positive Beispiele wie Nana Amaniampong, der auf der für ihn ungewohnten Position auf der linken Seite der Viererkette zur vollsten Zufriedenheit agiert habe.

Homberg hat im Übrigen klare Ziele. Mit dem BSC frühzeitig die Oberligazugehörigkeit sichern, um sich dann nach einer neuen Herausforderung umzusehen. "Davon, dass ich als Spieler beim BSC oder sonst wo weitermache, war nie die Rede", erklärt er. Ex-BSC-Trainer Rudy habe ihn dazu überredet, die kurzen Hosen nochmals überzustreifen. Dem Fußball will Homberg als Trainer treu bleiben. Allerdings nicht beim BSC. Das sei mit dem BSC-Vorsitzenden Hans Viol so abgesprochen. Homberg will zunächst die A-Lizenz erwerben und dann zurück nach Köln. Kontakte zu diversen Vereinen bestünden bereits. Der 36-Jährige ist auf den Geschmack gekommen.

Die Paarungen: Dienstag: Wuppertal II - Bocholt, Leverkusen A - M''gladbach A. Mittwoch: BSC - Aachen A, Düren - SW Essen, Solingen - Velbert, Freialdenhoven - Junkersdorf, Kleve - Yurdumspor, Osterfeld - Düsseldorf.