Fußball-Mittelrheinliga

BSC fehlt gegen Windeck ein halbes Dutzend Stammspieler

Sein Ausfall schmerzt Merten: Letzten Sonntag spielte sich Thomas Geuer (rechts) in die Elf der Woche, jetzt ist er im Urlaub.

04.04.2014 BONN. Vor dem Spiel beim TSC Euskirchen ist die Stimmung beim Fußball-Mittelrheinligisten VfL Alfter viel gelöster als am Ende des letzten Jahres. Das liegt vornehmlich daran, dass sich der Erfolg in der Rückrunde auch auf dem Punktekonto niederschlägt. Standen in der Hinrunde nach fünf Spieltagen lediglich sechs Punkte zu Buche, sind es im gleichen Zeitraum der Rückserie 13 Zähler.

"Ich hatte Euskirchen vor der Saison als Aufstiegsaspiranten eingeschätzt. Nun erwarte ich eine Begegnung auf Augenhöhe", sagt VfL-Trainer Heinz-Joachim Schmickler zur Ausgangslage. Der ETSC, der den Vertrag von Trainer Kurt Maus jüngst verlängert hat, rangiert mit einem Punkt Rückstand unmittelbar hinter dem VfL auf Rang acht. Schmickler: "Wir haben uns innerhalb der letzten vier Wochen eine vernünftige Ausgangsposition geschaffen, die es weiter auszubauen gilt."

Am Sonntag wird auch Kapitän Stefan Derigs wieder an Bord sein, der zuletzt gegen Troisdorf fehlte. "Die englische Woche hat ihm doch etwas zugesetzt, so dass wir ihn geschont haben", berichtet Schmickler. Derigs hat immer noch Kniebeschwerden und muss nach der Saison operiert werden.

Thomas Schmitz, kommissarisches Vorstandsmitglied und Sportlicher Leiter des Bonner SC, ist sicher: "Die Mannschaft wird durch die jüngste Aufregung im Umfeld in ihrer Vorbereitung nicht beeinträchtigt." Sollte sie auch nicht, denn Germania Windeck dürfte den Gästen aus Bonn am Sonntag alles abverlangen. Zuletzt ließ die Mannschaft von Trainer Marcus Voike mit dem 2:1-Erfolg beim Tabellenführer FC Wegberg-Beeck aufhorchen.

Junge Spieler wie Kelvin Lunga, der Sohn des ehemaligen BSC-Stürmers Max Lunga, oder Xhulio Tabaku sollen bereits auf der Einkaufsliste von Vereinen wie dem 1. FC Köln oder Fortuna Düsseldorf stehen. "Trotzdem muss es unser Ziel sein, Windeck auf Distanz zu halten", sagt Schmitz.

Die Germania lauert derzeit zwei Punkte hinter dem BSC auf Tabellenplatz fünf. BSC-Trainer Dalibor Karnay muss ein halbes Dutzend Stammspieler ersetzen. Raimund Schmitz, gerade genesener Mittelfeldakteur, fehlt aus beruflichen Gründen. Yannick Walbröl brummt seine Rotsperre ab. Mario Weber und Gordon Addai sind verletzt. Ein dickes Fragezeichen steht außerdem hinter Schlussmann Andy Hubert, der gegen Euskirchen kurz vor der Pause mit Rückenproblemen passen musste. "Mit Martin Michel haben wir adäquaten Ersatz", meint Karnay, der wie zuletzt den einen oder anderen aus der U19 des BSC mit an die Obere Sieg nehmen wird.

SSV Merten mit breiter Brust nach Arnoldsweiler

Nach sieben Punkten aus drei Partien erwartet der SSV Merten am Sonntag (14.30 Uhr, Rüttersweg) mit breiter Brust den Tabellendritten aus Arnoldsweiler. Bis auf einen Zähler ist der SSV an das rettende Ufer des unteren Tabellenmittelfelds herangerückt. "Die letzten Spiele haben gezeigt, dass wir auch mit Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte mithalten können", freut sich SSV-Trainer Frank Pleimes über die Fortschritte seit Beginn der Rückrunde.

Allerdings dürften sich die kommenden Gegner davor hüten, den Aufsteiger zu unterschätzen. Auch im Hinspiel sorgte Merten mit dem 1:1 in Arnoldsweiler für gehörigen Respekt beim Gegner. Zudem befindet sich die Viktoria nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge in einer Minikrise. "Für uns ist es entscheidend zu punkten", stellt Pleimes klar. "Auch ein Unentschieden nehmen wir je nach Spielverlauf gerne mit. Noch haben wir zehn Spiele Zeit, uns aus der Abstiegszone zu entfernen."

Urlaubsbedingt ersetzen muss der SSV-Trainer Kapitän Thomas Geuer. "Gut möglich, dass wir einen zweiten Stürmer bringen", verrät Pleimes. Den beruflich verhinderten Innenverteidiger Michael Pauls ersetzt Björn Krämer. In Bergisch Gladbach hatte der Ex-BSC-Verteidiger den 2:1-Siegtreffer erzielt. (Thomas Heinen und Ludovic Bürling)