Kreispokal Alle wollen in den Sportpark Nord

Daniel Esposito (links) und der FV Endenich sind Favorit gegen den FV Sechtem.

BONN. Mit den beiden Halbfinals am Mittwochabend, 18. September, erreicht der Fußball-Kreispokal endgültig die heiße Phase. Dabei wird nicht nur die Frage beantwortet, wer sich am 3. Oktober im Finale im Sportpark Nord gegenüberstehen wird, sondern die Sieger der beiden Partien stehen dann auch schon als Teilnehmer für den Mittelrheinpokal fest.

Die beiden Verlierer spielen am Tag vor dem Finale den dritten Bonner Teilnehmer aus.

Auf dem Papier sehen die Halbfinalspiele (beide 19.30 Uhr) nach eindeutigen Angelegenheiten aus: Zum einen empfängt B-Kreisligist FV Salia Sechtem den drei Klassen höher spielenden Landesligisten FV Endenich, im zweiten Semifinale bekommt es Mittelrheinligist VfL Alfter zu Hause mit dem Bezirksligisten SV Ennert-Küdinghoven zu tun. Folglich will Endenichs Trainer Hansi Langen gar nicht bestreiten, dass seine Mannschaft in Sechtem der klare Favorit ist: "Unser großes Ziel ist natürlich das Finale im Sportpark Nord. Aber wir müssen aufpassen, dass wir uns gegen Sechtem nicht blamieren."

Die Sechtemer erreichten auf kuriose Art das Halbfinale, denn nach dem Flutlichtausfall während der Viertelfinalbegegnung bei Boluspor Bonn und dem daraus resultierenden Abbruch des Spiels wurde ihnen der Sieg durch den Spielausschuss quasi am grünen Tisch beschert. "Das wird heute ein besonderer Tag für uns werden. Der Verein hat im Vorfeld auch schon viel Werbung für dieses Spiel gemacht", berichtet Sechtems Trainer Uli Kremzow.

Auch die favorisierten Alfterer hoffen, dass sich der SV Ennert-Küdinghoven nicht als Pokalschreck entpuppt. "Natürlich sind wir der Favorit, aber es ist ein Halbfinale und da muss man immer hellwach sein", meint der Alfterer Trainer Heinz-Joachim Schmickler. Vermutlich muss er heute Abend auf Leistungsträger Mehmet Dogan verzichten, der im Spiel gegen Nierfeld am Sonntag mit Leistenproblemen ausgewechselt werden musste.

Ähnliche Probleme beschäftigen auch sein Gegenüber Bernd Görgens, dem gleich mehrere Akteure nicht zur Verfügung stehen. Deswegen hat der Trainer der Ennerter auch schon ein wenig das mögliche "Spiel um Platz drei" im Hinterkopf, bei dem man laut Görgens im Optimalfall auf Sechtem treffen würde. Abschreiben möchte er die Partie in Alfter aber trotzdem nicht: "Der Pokal bietet auch die Möglichkeit, dass wir uns etwas freispielen können, denn wir gehen ohne jeden Druck in die Partie."

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