Pay-TV-Rechte: Wer sind die Sieger, wer die Verlierer? | GA-Bonn
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Pay-TV-Rechte

Wer sind die Sieger, wer die Verlierer?

Der Bezahlsender Sky Deutschland hat im Ringen um die Übertragungsrechte der Fußball-Bundesliga einen überraschend klaren Erfolg gegen die Deutsche Telekom errungen. Dafür muss Sky aber tief in die Tasche greifen. Fragen und Antworten zur Rechtevergabe

Wer ist der große Gewinner des Bieterwettstreits?
Es gibt mehrere. In erster Linie die Bundesligaklubs. Sie kassieren 216 Millionen Euro mehr pro Jahr als derzeit. Sky und Telekom haben sich so hochgeschaukelt, dass in den nächsten vier Jahren durchschnittlich 628 Millionen Euro pro Jahr an die 36 Profiklubs ausgeschüttet werden.

Wer profitiert zudem?
Zunächst einmal Sky. Der Bezahlsender besitzt nicht nur die Rechte für die Ausstrahlung über Kabel und Satellit, sondern auch für das sogenannte IPTV. Dabei läuft das Signal über das Glasfaserkabel des Internets; die Telekom strahlte so zuletzt ihre Sendung "Liga total" aus. Der finanzielle Einsatz ist allerdings enorm. Pro Saison zahlt Sky rund 485 Millionen Euro statt bisher 250 Millionen. Ob das wirtschaftlich klug war, wird sich zeigen. Die Alternative allerdings wäre der K.o. des Senders gewesen. Denn die meisten der drei Millionen Abonnenten beziehen Sky wegen der Bundesliga.

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Was ändert sich für die Zuschauer des frei empfangbaren Fernsehens?
Nichts. Die Sportschau zeigt weiterhin ab 18.30 Uhr die erste Bundesliga-Zusammenfassung, das ZDF erhält die Rechte für die Zweitverwertung.

Und die Telekom?
Ist erst einmal der große Verlierer. Mit viel Tamtam hatten die Bonner nach den begehrtesten Rechten im deutschen Sport gegriffen und stehen jetzt mit leeren Händen da. Die rund 160 000 Abonnenten, die die Bundesliga bisher über das Entertainpaket des Bonner Konzerns verfolgt haben, schauen ab 2013 in die Röhre. Es sei denn, die Telekom kauft die Rechte von Sky zurück. Darüber wollen die Bonner verhandeln.

Was ist neu?
Die Web-Clips, die sich der Springer-Verlag gesichert hat. Diese Zusammenfassungen der Spiele sollen über "bild.de" eine Stunde nach Spielschluss gegen Bezahlung ausgestrahlt werden.

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