Statistik zur Fußball-Bundesliga

Dortmund jagt den Rekord der Bayern

Bonn.  Im Rennen um die Meisterschaft und den Aufstieg in die erste Bundesliga sind (fast) alle Entscheidungen gefallen. Richtig spannend ist nur noch der Kampf um die Relegationsplätze und den internationalen Wettbewerb. Zeit einen Blick auf die Historie der Fußball-Bundesliga zu werfen, und zu schauen, ob der ein oder andere Rekord in der laufenden Spielzeit gebrochen werden kann.
Glorreiche Zeiten: Günter Netzer und Berti Vogts beim Training der Nationalelf 1975. In den 70er Jahren spielten sie mit Mönchengladbach neben dem FC Bayern die erste Geige im deutschen Fußball.
								Foto: dpa
Glorreiche Zeiten: Günter Netzer und Berti Vogts beim Training der Nationalelf 1975. In den 70er Jahren spielten sie mit Mönchengladbach neben dem FC Bayern die erste Geige im deutschen Fußball. Foto: dpa

Bereits am drittletzten Spieltag hat Borussia Dortmund die zweite Meisterschaft in Folge perfekt gemacht. Mit 75 Punkten ist der BVB für den FC Bayern (67) nicht mehr einzuholen. Doch erreicht Dortmund noch die ewige Bestmarke der Münchner? Die sind mit 21 Titeln nicht nur Rekordmeister, sondern halten auch den Rekord für die meisten Punkte innerhalb einer Saison. 78 waren es in der Saison 1998/99. In der Spielzeit 1971/72 holte der FCB nach der alten Zwei-Punkte-Regel sogar 55 Punkte, was heute 79 Zählern entsprechen würde, Dortmund stieg damals ab. Der BVB müsste also seine beiden Partien in Kaiserslautern und gegen den SC Freiburg gewinnen, um einen neuen Rekord aufzustellen.

Falls das gelingen sollte, hätte der BVB auch einen weiteren Rekord der Bayern zumindest eingestellt: Mehr als 25 Siege, die dem FCB 1972/73 gelangen, schaffte danach kein Team mehr. Den Torrekord der Münchner wird Dortmund aber wohl nicht mehr knacken. Der FC Bayern erzielte ebenfalls 1971/72 101 Tore. Dortmund kommt derzeit auf 71.

Auch in der zweiten Fußball-Bundesliga sind die wichtigsten Entscheidungen bereits gefallen. Nachdem die SpVgg. Greuther Fürth und Eintracht Frankfurt den Aufstieg bereits sicher haben, geht es nur noch um den Relegationsplatz. Sowohl Fürth, das derzeit das Team mit der längsten ununterbrochenen Liga-Zugehörigkeit ist (1997 bis 2012), als auch die Eintracht, haben mit 68 Punkten jetzt schon persönliche Rekorde aufgestellt, was die Punktausbeute im Unterhaus angeht. Das Ergebnis von Hannover 96 ist für beide aber nicht mehr zu toppen. Die Niedersachsen holten in ihrer Aufstiegssaison 2001/02 75 Punkte.

Und der 1. FC Köln? Der ist in der laufenden Saison weit von sportlichen Rekorden entfernt. Anders als von GA-Bonn.de im Februar berechnet, reichen dem FC 29 Punkte aufgrund der wiedererstarkten Konkurrenz nicht zum Klassenerhalt. In den Spielzeiten 2001/02 und 2008/09 hätten jedoch schon 31 Punkte gereicht, doch auch damit wäre für den FC in der laufenden Saison nur der Relegationsplatz das höchste der Gefühle.

Es gibt viele Rekorde in der Bundesliga-Historie, die scheinen für die Ewigkeit zu sein. Ein Ergebnis, wie es etwa Tasmania Berlin 1965/66 vorlegte, scheint heutzutage kaum noch möglich. Nach 34 Spieltagen hatte der Club 8:60 Punkte angehäuft, was nach der Drei-Punkte-Regel zehn Zählern entspricht, und ein Torverhältnis von 15:108 fabriziert. Längst ist diese Saison der Tasmania die Mutter aller Negativrekorde geworden und wird immer wieder gerne herangezogen, wenn es bei einem Verein gerade ganz schlecht läuft.

Ebenfalls unerreicht bleiben wird wohl Bundesliga-Rekordspieler Karl-Heinz "Charly" Körbel, der es zwischen 1972 und 1991 auf 602 Einsätze für Eintracht Frankfurt brachte. Der derzeit noch aktive Bundesligaprofi mit den meisten Einsätzen ist Bayerns Ersatztorwart Jörg Butt mit 386 Partien.

 

Weitere Rekorde für die Ewigkeit:

Höchster Sieg in einem Spiel: Borussia Mönchengladbach gegen Borussia Dortmund (12:0 am 29. April 1978). Gladbach hält gleichzeitig auch den Rekord für die meisten zweistelligen Siege: 4.

 

 

Geringste Zahl an Niederlagen in einer Saison: 1 - Bayern München 1986/87

Tor aus größter Entfernung: Giorgos Tsavellas am 12. März 2011 für Eintracht Frankfurt aus 73 Metern beim FC Schalke 04.

 

 

Der erfolgreichste Torschütze: Gerd Müller erzielte in 427 Bundesligaspielen 365 Tore und stellte 1972 mit 40 Toren in einer Saison den Bundesliga-Rekord auf. Müller gewann sieben Mal die Kicker-Torjägerkanone.

 

 

Anzahl der meisten Spiele in Folge: Nur aufgrund eines schweren Autounfalls 1979, konnte Bayerns Torhüter Sepp Maier seinen Rekord von 442 Bundesligaspielen in Folge nicht ausbauen. Auf diese Anzahl kam er von der Saison 1966/67 bis zur Spielzeit 1978/79.

 

 

Kein Rekord, aber dennoch bemerkenswert: Das erste Tor eines Torwarts in der Bundesliga überhaupt, erzielte Jens Lehmann in der Saison 1997/98 zum 2:2 bei Borussia Dortmund.

 

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