Länderspiel gegen England in Berlin

Deutschland verliert 2:3 gegen England

26.03.2016 Berlin. Die deutsche Nationalmannschaft hat eine 2:0-Führung aus der Hand gegeben und das Testspiel gegen England 2:3 verloren.

 Die Treffer erzielten Toni Kroos (43., 1:0) und Mario Gomez (57., 2:0) sowie Harry Kane (61., 2:1) und Jamie Vardy (74., 2:2). Eric Dier traf in der Nachspielzeit (90.+1) zum englischen Siegtor.

Bereits vor Anpfiff des Länderspiels gegen England herrscht laut GA-Reporter Guido Hain eine ruhige Atmosphäre rund um das Berliner Olympiastadion.

Wie erwartet sind Beamte der Berliner Polizei und der Bundespolizei in der Berliner Innenstadt zwar stärker als sonst im Einsatz, eine übermäßig sichtbare Präsenz herrscht im Bereich des Stadtions allerdings nicht. Insgesamt sollen ca. 1500 Polizisten heute für Sicherheit sorgen. Auch aus London sind einige Kollegen wegen ihrer Kenntnisse der englischen Fanszene dabei. Im Stadion sollen während des Spiels 300 Polizisten das Geschehen verfolgen.

Alle erwachsenen Fans sowie Ehrengäste und Medienvertreter mussten den Ordnern neben der Eintrittskarte auch einen Ausweis vorzeigen. Für Medienvertreter ähnelten die Sicherheitskontrollen im Stadion jenen im Flughafen: Taschen werden durchleuchtet, Körperscanner sind im Einsatz.  Der Innenbereich des Stadions wurde vor dem Einlass mit Sprengstoff-Spürhunden abgesucht. Gefunden wurde nichts. Fans mussten für die Einlasskontrollen mehr Zeit als üblich einplanen. Neben Leibesvisitationen wurden ihre Taschen in Augenschein genommen.

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat nach Angaben von Teammananger Oliver Bierhoff „nicht soviel mitbekommen“ von den verstärkten Sicherheitsmaßnahmen unmittelbar vor dem Testspiel gegen England in Berlin. Natürlich sei mehr Polizei auch rund ums Hotel im Einsatz, betonte Bierhoff vor dem Anpfiff am Samstag im ausverkauften Olympiastadion im ZDF. „Aber die Mannschaft wirkt nicht beunruhigt.“ Nach den Terrorattacken von Brüssel waren die Sicherheitsmaßnahmen für die Partie noch einmal erhöht worden.

Zur Gefährdungslage nach den Terroranschlägen in Brüssel gebe es keine neuen Erkenntnisse, hieß es übereinstimmend bei Bundespolizei und Berliner Polizei. Der Klassiker im Olympiastadion soll um 20.45 Uhr angepfiffen werden. Es werden 72.000 Zuschauer erwartet. (ga/dpa)